1. Herren: gerechtes 2:2 Unentschieden gegen BSG Chemie II

Am Sonntagnachmittag durften die Kicker des Leipziger SC die Zweitvertretung der großen BSG Chemie zum Heimspiel empfangen. Bei bestem Fussballwetter sollte nach dem Sieg am letzten Spieltag gegen die in grün gekleideten Gäste aus Leutzsch nachgelegt werden.  Das sich zwischen den beiden sehr jungen Teams ein schnelles, intensives aber stets faires Spiel entwickeln sollte, konnte man bereits in den ersten Minuten erkennen. Und die erste Halbzeit hatte es tatsächlich in sich.

Die erste Annäherung ans Gästetor konnte Wilke verzeichnen (3. Minute), doch seine Direktabnahme ging deutlich am Gehäuse vorbei und erzeugt noch nicht wirklich Gefahr. Nur eine Minute später wurde es dann aber gefährlich für das Tor des Leipziger SC. Chemies Westphal gewinnt das Laufduell über rechts und sein Schuss geht knapp flach links am Pfosten vorbei. Erneut nur wenige Augenblicke später die Chance für die Heimelf auf 1:0 zu stellen. Ahmadi bekommt auf rechts den Ball in den Lauf und bringt ihn umgehend vor die Abwehr in den Strafraum wo der von links eingelaufenen Al Meklef frei auftaucht aber den Ball nicht am herausgeeilten Gästekeeper vorbei ins Tor bringen kann. Trotzdem will sich Al Meklef für diesen schönen Pass bedanken und bricht in der 7. Minute über die Grundlinie durch in den 16er und bedient am zweiten Pfosten Ahmadi der das Spielgerät souverän in die Maschen haut. 1:0 für den Leipziger SC! Die frühe Führung brachte aber nicht die Sicherheit bzw Ruhe die dem Spiel aus Schleußiger Sicht gut getan hätte. Die Zuschauer müssen sich in den Anfangsminuten gefühlt haben wie beim Tennis, es ging ständig hin und her und Chancen bestanden auf beiden Seiten. Nach einer knappen viertel Stunde hatte Shobaki die Möglichkeit zu erhöhen aber fand aus spitzem Winkel seinen Meister im guten Gästekeeper. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen aber die Gäste mehr und mehr Kontrolle und initiierten über den aus der ersten Mannschaft verstärkenden Bekker in der Innenverteidigung Angriff um Angriff und drängten die Heimelf immer mehr in die eigene Hälfte. Das gewohnte Pressing funktionierte nicht wie gewohnt bedingt auch durch die Tatsache, dass im Mittelfeld teilweise der Zugriff fehlte und nicht richtig gegen den Ball gearbeitet wurde. So mussten auch immer wieder kleine Fouls die Gästeangriffe stoppen. Eines dieser Fouls, oder eher ungeschicktes Verhalten im Luftzweikampf sorgten für einen Freistoß am 16er. Diese Situation nutzen die Gäste in Person von Gräfe und stellten per direkten Freistoßtreffer auf 1:1 in der 28. Minute. Mit diesem Gegentor wurden die Schleußiger wieder aktiver und Außenverteidiger Rubner zieht ab der Mittellinie von links ins Zentrum, setzt sich gegen 2 Mann durch und bringt die Flanke über den 2 Meter Innenverteidiger hinweg ans rechte 16er Eck in den Lauf von Ahmadi. Der zögert nicht lang und spitzelt den Ball direkt vorbei am herauslaufenden Keeper ins Tor. 2:1, die erneute Führung nur 2 Minuten nach dem Ausgleich. Erneut eine Ausgangslage die Stabilität bringen sollte und den Gegner demoralisieren könnte, wenn man nur kurz nach einem Ausgleich wieder in Führung geht.

Aber die Gäste sagten sich: „was die können, können wir auch“ und antworteten nur 4 Minuten später. Kombination über links, Flanke an den zweiten Pfosten und dort köpft Knoth aus spitzem Winkel ein. Schwer zu verteidigen für Keeper Seck im Tor des Leipziger SC. Nach dieser intensiven Phase beruhigte dich das Spiel etwas doch Chemie hatte noch optisches Übergewicht. Es ging mit dem 2:2 in die Halbzeit. Durchschnaufen auf beiden Seiten.

In der Halbzeit musste das Trainerteam der Hausherren etwas tun um wieder etwas Kontrolle über das Zentrum zurück zu bekommen. So wurde Kesten für Do eingewechselt, welcher auf die 6 ging und Wilke rückte nach vorn.

Die zweiten 45 Minuten lassen sich deutlich kürzer wiedergeben. Das Spiel war deutlich ausgeglichener aber natürlich gab es bei zwei so offensiv ausgerichteten Teams zu Chancen auf beiden Seiten. Eine der größten auf Seiten des LSC hatte Al Meklef als er gut freigespielt wurde und den Verteidiger im Laufduell hinter sich gelassen hat, doch er scheiterte im Abschluss etwas überhastet. Kurze Zeit später bekam auch der eingewechselte Stürmer Portjanow einen wunderbaren Diagonalball in den freien Raum doch der Linienrichter entschied auf Abseits. Sehr sehr knappe Entscheidung, aber lässt sich wohl nicht mehr genau auflösen. Die letzten 5-10 Minuten gehörten aber definitiv den Chemikern. In der Zeit hätten die Gäste tatsächlich die 3 Punkte einfahren können, aber wahrscheinlich auch wegen der vorangegangenen intensiven 80 Minuten war dann auch die Konzentration und Genauigkeit im Abschluss nicht mehr vorhanden. Letztlich endete das wirklich gute und interessante Stadtligaspiel mit einem insgesamt doch gerechten 2:2 Unentschieden.

Die Qualität welche Chemie als Mannschaft auf den Platz gebracht hat, hat nicht jeder Gegner und dann muss der Leipziger SC eben dort die Siege einfahren.