1. Herren - SG Taucha II 4:0 (2:0)

Dezimierter Leipziger SC schlägt auch Taucha II

Am Sonntag empfing der Tabellenführer aus Schleußig die zweite Mannschaft aus Taucha und musste dabei kurzfristig auf Al Meklef verzichten. Vor allem die Abwehr war dadurch noch stärker dezimiert als ohnehin schon. Somit rückte Kapitän Kuchel nach einigen Wochen Abstinenz und nur einer Trainingseinheit unter der Woche wieder in die Startelf und Nguyen dufte sich der rechten Abwehrseite widmen - was ein Privileg. Doch all diese Dinge sollten die Gastgeber an einem sonnigen Sonntag und frisch gewässertem Platz nicht aufhalten.

Die Pressingmaschine lief direkt auf Hochtouren und so dauerte es nur bis zur 6. Minute, bis der Großteil der Zuschauer auf dem Damm des „Estadio de la LSC“ zum ersten Mal jubeln durften. Aus dem Zentrum wird der Ball schnell auf Küstermann gespielt, welcher nach einem kurzen Antritt eine mustergültige Flanke in den 16er bringt, wo Wilke vollkommen frei steht und den Ball ins lange Eck köpft. 

Der Leipziger SC dominierte die Partie und erarbeitete sich weitere Chancen. Keeper Seck bringt einen langen Ball auf Wilke, welcher auf Küstermann verlängert. Dieser wiederum findet mit einem starken Pass vor die Abwehr Shobaki, der leider am Pfosten scheitert. 

Die nächsten Minuten sind davon geprägt, dass Sechser Kämpf immer wieder das Spiel antreibt und der Sport-Club sich Stück für Stück nach vorne arbeitet, doch der letzte präzise Pass fehlte.

In der 35. Minute dann der zweite Jubelschrei im Schleußiger Wald. Nguyen zieht von rechts nach innen und sieht die Lücke für Shobaki im 16er. Dieser nimmt den Ball überragend mit dem ersten Kontakt mit und schiebt zum 2:0 ein. 

Und aus dem Nichts trifft Taucha beinahe per Standardsituation. Den gut getretenen Freistoß guckt Keeper Seck aber lässig über den Querbalken.

Die sowieso schon dezimierte Abwehr musste kurz vor der Halbzeit auch noch den Verlust von Theiss verarbeiten, der verletzungsbedingt für Muradjan weichen musste. Er orientierte sich ins Zentrum und Reiber, welcher diese Saison als schweizer Taschenmesser agiert und wirklich auf jeder Position seinen Job Weltklasse erledigt, rückte auf die RV.

Somit ging es mit 2:0 für die Gastgeber in die Pause, in der von den Trainern auch vor den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gemahnt wurde. 

Und genau so kam es auch, Taucha versuchte den schnellen Anschlusstreffer zu erzielen, aber die neu formierte Abwehr stand. Das IV-Duo Kuchel und Logwin klärte einfach fast alles. Und was an den beiden vorbei ging, räumte Keeper Seck ab. So wie in der 55. Minute als er in Handballtorwartmanier herausstürmt und eine Großchance der Gäste vereitelt.

Es wurde Zeit den Deckel drauf zu machen, das dachte sich auch der Angriff des Leipziger SC. Wilke erobert in der 75. Minute den Ball und spielt direkt auf Shobaki. Der frei laufende, eingewechselte Rahali sollte auf Links bedient werden. Doch der geblockte Ball blieb bei Shobaki, der vorm 16er drei Gegner aussteigen lässt und den Ball in den rechten Winkel zirkelt.

Bei Taucha schwanden nun die Kräfte und so bekam der LSC weitere Hochkaräter. Torwart Seck bedient mit einem langen Ball Wilke, der bei seinem Run leider komplett die Orientierung verlor und den Ball nicht im Netz unterbringen kann. Für Seck wäre es die zweite Vorlage in dieser Saison gewesen - Schade Fritz.

In der 85. dann noch das erste Tor vom eingewechselten Rahali zum 4:0. Meister Kuhn bringt den Ball von rechts in den 16er, wo Shobaki den Ball gekonnt durchlässt und somit Abwehr und Keeper von Taucha komplett verwirrt. Am zweiten Pfosten muss Rahali dann nur noch einschieben. 

Somit gewinnt der Leipziger SC am Ende verdient mit 4:0. 

Geiles Spiel Männer. Noch 3 Ligafinals bis zur Winterpause, also auf gehts. 

Kommt gut in die Woche,