Böhlitz-Ehrenberg - 1. Herren 1:1 (1:0)

In der Nachspielzeit mit einem blauen Auge davon gekommen.

In einem Spiel gegen Böhlitz-Ehrenberg, bei dem wohl jeder mit einem Sieg gerechnet hat, mussten wir uns nach Rückstand und spätem Ausgleich mit einem Punkt zufrieden geben. Wohl weil auch ein Teil der Mannschaft mit einem Sieg gerechnet hat, sind wir nicht mit der nötigen Einstellung und Intensität ins Spiel gegangen.

Vorgenommen haben wir uns das Spiel zu bestimmen und dem Gegner unser Spiel aufzudrücken. Es klappte auch soweit dass der Leipziger SC die spielbestimmende Mannschaft war und deutlich mehr Spielanteile hatte, doch plötzlich war 20 Meter vor dem Böhlitzer Tor jegliche Spielidee verschwunden und so wurde den Gastgebern das verteidigen doch recht leicht gemacht und trotzdem legten sie eine relativ ruppige Art zu verteidigen an den Tag. Diese ruppige Art hätte auch aus unserer Sicht in Halbzeit Eins durchaus zu einem Elfer hätte führen können, nachdem Kuhn im 16er von hinten gefoult wurde. Bis zur 43. Minute ist die erste Halbzeit dann recht schnell erzählt..., auf Seiten des Leipziger SC traute sich niemand konsequent den Torabschluss zu suchen, das Tempo wurde aus vielen Situationen raus genommen, damit sich der Gegner ordnen konnte und das Anlaufen wirkte in vielen Momenten halbherzig. Böhlitz dagegen hatte in der ersten Hälfte sogar mehr Schüsse auf unser Tor, spielte wie vermutet mit hohen langen Bällen hinten raus auf die Offensive und strahlte dabei sogar etwas mehr Gefahr aus. In besagter Minute 43 war es leider soweit. Eine Aktion über links von Böhlitz, der Außenverteidiger verpasst, die restliche Verteidigung schiebt ungeordnet durch und mit einem Querpass ins Zentrum stehen plötzlich zwei, drei Böhlitzer ganz allein vor Keeper Seck. Da war das Tor nur noch Formsache. Damit ging es dann mit einem Rückstand in die Pause. Zwei Wechsel und die Halbzeitansprache zeigten Wirkung.

Der SC jetzt noch dominanter und auch bissiger auf dem Platz und mit gefühlten 85% Ballbesitz in der zweiten Halbzeit. Doch das Problem 20m vor dem Tor blieb. Was jetzt auch verstärkt damit zu tun hatte das die Gastgeber einen Bus im 16er geparkt haben, so tief wie diese jetzt standen. Zu Chancen kamen die Gäste von der Pistorisstraße trotzdem und Kuhn ließ Mitte der zweiten Halbzeit sogar das Netz wackeln, doch der Linienrichter hob die Fahne. Verwunderung war über die Entscheidung reichlich vorhanden, was sich auch damit begründet das selbst einige Gastgeber nach dem Spiel sagten das es kein Abseits war. Sei´s drum. Der LSC drängte auf den Ausgleich und warf alles nach vorn, was beinahe zum 2:0 hätte führen können, wenn der Böhlitzer Stürmer bei einem Konter das Auge für den Mitspieler gehabt hätte, statt aus 35-40 Metern zu schießen. Glück für uns! Glück auch für die Gastgeber, das der Schiri den eingewechselten 13ner nicht mit Gelb-Rot vom Platz schickt nach zwei rüden Fouls und er somit nach einer letzten Ermahnung wieder ausgewechselt werden konnte. Beim gefährlichen Spiel gegen unseren Sven Küstermann konnte es der Schiri jedoch nicht bei einer Ermahnung belassen und zeigte auf den Punkt. Elfmeter kurz vor Ende der regulären Spielzeit, die Chance das Spiel noch einigermaßen zu retten. Shobaki tritt an und übernimmt Verantwortung und scheitert am stark parierenden Hüter. Bei vielen Teams wäre jetzt der Kopf endgültig unten doch unsere Jungs wollten sich nicht mit einer Niederlage abfinden. Es ging weiter nach vorn. Und die Erlösung gab es in der 94. Minute. Quent zieht mit Ball etwas aus dem Zentrum nach rechts und bedient den von rechts einlaufenden Küstermann mustergültig durch die Schnittstelle Richtung Grundlinie. Küstermann mit der scharfen flachen Eingabe auf den super, Richtung ersten Pfosten, freilaufenden Shobaki und der Ball wird zum umjubelten Ausgleich über die Linie gedrückt.

Kurz danach war dann auch Schluss. Es bleibt festzuhalten das wir sicher nicht das beste Spiel gemacht haben, aber wie wir bis zum Schluss an den Ausgleich geglaubt haben war schon eine starke Moral und vielleicht war das ja das nötige „blaue Auge“ um nächstes Wochenende gegen Markkleeberg wieder mehr auf den Platz zu zaubern.