Leipziger SC krönt sich zum Meister der Stadtklasse!

Nach dem 29. von 30 Spieltagen steht es fest. Der Leipziger SC ist Meister der Stadtklasse und darf nächste Saison in der Stadtliga auf Punktejagd gehen.

Kurzer Rückblick…, am 17.06.2018 sicherte sich die Mannschaft nach einem 4:0 Sieg bei Victoria Leipzig noch den Klassenerhalt und knapp ein Jahr später, am 16.06.2019 wurde die Meisterschaft mit einem 5:0 Sieg über Thekla gefeiert.

Doch was war passiert?! Zwischen diesen beiden Tagen liegt einiges an Veränderungen. Der verdiente Trainer Tobias Arnold zog sich zurück und mit Christian Bretschneider und Dimitrios Mitsis kamen zwei neue, im Herrenbereich unerfahrene Trainer mit einer klaren Vorstellung von Training und Spiel. Weiterhin wurde der Kader größer, da aufgrund der guten Nachwuchsarbeit des Vereins A-Jugendliche in den Herrenbereich rückten und zusätzlich von extern Spieler zur Mannschaft kamen.

Diese neue Mischung bewirkte etwas, was jeden Trainer einfach nur freuen kann. Vom ersten Training an war Feuer drin, jeder einzelne von den gestandenen Spielern wollte die letzte Saison vergessen machen und die jungen Wilden wollten ihre erste Saison im Herrenbereich nicht auf der Bank zubringen. Die Motivation war hoch, das Training intensiv und trotzdem war eine Freude bei den Beteiligten zu sehen. Nach einer erfolgreichen Vorbereitung mit 3 Siegen aus 3 Spielen folgte der Saisonstart und diese Saison kann einem nur wie ein Traum vorkommen.

Nicht die Staffelfavoriten Mölkau oder Fortuna sondern der Fastabsteiger Leipziger SC bestimmte diese Liga. Keiner wusste, dass bereits der erste Spieltag gegen den Stadtliga-Absteiger KSC Leipzig eigentlich die komplette Saison bezeichnet. Die 1:0 Führung nach 40 Sekunden und die weiteren 5 Tore zum 6:0 Auftaktsieg sorgte für Staunen und ein erstes Ausrufezeichen. Gleichzeitig bedeutete dies auch Platz 1 in der Tabelle, welcher bis Saisonende auch nicht mehr abgegeben wurde. Sonst waren immer 3-5 Teams mal pro Saison auf Platz 1 der Stadtklasse, aber nicht diese Saison. Würde man die Tabellenplatzierung als EKG Linie nehmen, so wäre der Leipziger SC tot da es eine gerade Linie ist, aber im Gegenteil… hier ist Leben drin. Das wurde erstmals am 4. Spieltag deutlich, als man im Spiel gegen Markranstädt 2, verstärkt durch 4 Landesligaspieler, lange Zeit 0:2 hinten lag aber immer an den Sieg glaubte. Als dann in der 79. Minute der 1:2 Anschlusstreffer gelang ging es erst richtig los und nach 90 Minuten hieß es 4:2 für den Leipziger SC. Es folgten Siege bis zum 9. Spieltag. Ein 1:1 bei Böhlitz Ehrenberg bedeutete die ersten Punktverluste. Die erste Niederlage gab es erst am 13. Spieltag durch ein 0:1 beim SV Mölkau und es folgte direkt die zweite Pleite gegen Stötteritz. War jetzt der alles vorbei? Die Halbserie wurde nach dem 6:0 bei Thekla mit 35 Punkten beendet.

In der Winterpause folgten Testspiele gegen höherklassige Teams aus der Stadtliga. Trotz dass es 2 Niederlagen und nur einen Sieg gab, konnte man erkennen, dass mitgehalten werden kann. Der Start in die Rückrunde war jedoch etwas holprig. Zwar konnten die Spiele gegen West 03, LFV Sachsen und TSV Wahren gewonnen werden, aber man tat sich schwer. Es fehlte irgendwie die Power der Hinrunde und so kam es das ausgerechnet das Derby gegen Blau-Weiß 2 am vierten Rückrundenspieltag mit 0:2 verloren wurde. Der Ärger und die Frustration war groß und ausgerechnet jetzt sollte am nächsten Spieltag der zu dem Zeitpunkt größte Verfolger Fortuna Leipzig als Gegner bereit stehen. Doch statt auseinander zu fallen rutschte die Mannschaft nochmal zusammen. Vor dem Spiel wurde sich deutlich eher getroffen, es gab Kuchen und „Zauberkaffee“ von Tim Theiss und es folgte im Spiel eine Demonstration von Fußball. Alles was in den letzten Spielen fehlte war wieder da!

Die Initialzündung für die Rückrunde und für eine Serie von 7 Siegen in Folge. Mit dem siebten Sieg in dieser Reihe wurde durch das 1:0 in Taucha 2 auch gleichzeitig der Aufstieg perfekt gemacht. Jetzt ging es nur noch darum den Titel zu holen. Dabei standen 2 schwere Spiele gegen den Dritten (Mölkau) und Zweiten (Stötteritz) an. Nach dem 0:0 gegen Mölkau wäre dem LSC mit einem Sieg gegen Stötteritz der erste Platz nicht mehr zu nehmen, doch bis zur 83. Minute führte Stötteritz mit 0:2 und wäre damit auf 2 Punkten am Leipziger SC dran. Darauf hatte auf Seiten der Schleußiger wahrlich keiner Lust und so wurde mit großer Moral in den Schlussminuten ausgeglichen. Es blieb bei den 5 Punkten Vorsprung und nur noch zwei Spieltage offen.

Das heißt im letzten Heimspiel gegen Thekla gewinnen und es kann unabhängig von allen anderen Ergebnissen gefeiert werden. Damit sind wir auch schon beim Jetzt, beim Hier und Heute. Ein deutlicher 5:0 Sieg war Grundlage für eine Meisterfeier wie Sie die meisten der jungen und auch alten Spieler so wohl auch noch nicht hatten. Es bleibt noch ein Spiel, Auswärts bei Markranstädt 2. Ein letzter Auftritt in der Stadtklasse, hoffentlich DER letzte Auftritt für immer.