* * DER BALL ROLLT WIEDER * *

Wer schon immer wissen wollte wer die Vereine Nummer 2 und 3 in Leipzig hinter RB Leipzig sind, dem sei gesagt es sind der Leipziger SC und SV Mölkau, zumindest wenn die Frage lautet wer als nächstes ein offizielles Spiel nach der Corona-Pause bestreitet.

 

Das Spiel gewinnt nach über 3 Monaten Pause der Gast aus Mölkau mit 4:2 (Halbzeit 2:2). Nach der langen Zeit konnte man in einigen Szenen die fehlende Spielpraxis und auch fehlende Power erkennen, aber darum ging es heute weniger. Beiden Trainern war es einfach wichtig ihren Spielern mal wieder die Chance auf ein Spiel zu geben und alle Spieler bekamen reichlich Spielzeit bevor es in die "Sommerpause" geht.

 

Wir danken unseren Gästen für das Spiel und freuen uns darauf, uns in der neuen Saison für die Niederlage zu revanchieren. ;)

 

Genießt den Sommer!

Auswärtsspiel in Schkeuditz, Leipziger SC gewinnt 3:1*

So hat sich das unser Chef-Coach der 1. Herren vorgestellt...

Nach der Zwangspause ging es am Samstag für die Kicker von der Pistorisstraße zu den Gelb-Schwarzen Schkeuditzern von der Eintracht. Wie jeder weiß ist der Platz in Schkeuditz eh schon mit einer der besten in der Region Leipzig, aber nach der Corona bedingten Ruhephase ist er jetzt frisch gemäht ein wahrer Teppich! Da es sich rumgesprochen hat das dies das einzige Spiel in Leipzig und Umgebung ist, und jeder Fußballfan nach Livespielen lechzt, kam es zu einem Zuschaueransturm. Das Walter-Lutze-Stadion platzt aus allen Nähten und ist mit ca. 10.000 Mann leicht über die angegebene Kapazität von 1.500 gefüllt.

Dieser Tatsache geschuldet muss der Schiedsrichter das Spiel mit 15 Minuten Verspätung anpfeifen.


Unsere Schleussiger Jungs waren voll motiviert, wollte man doch die Pleite in Unterzahl aus dem Hinspiel wettmachen, als man an sich die aktivere Mannschaft war. Damals wurde man durch den Schkeuditzer Wild nach einer Schlafeinlage und dessen Tor ins Tal der Tränen gestürzt.


Die Motivation wich mit Anpfiff schnell einer Art Nervosität als die 10000 Zuschauer im Wechselgesang „ L – S – C “ über den Platz hallen ließen.


Die ersten Minuten waren geprägt von Mittelfeldgeplänkel bis sich langsam ein Spiel entwickelte. Und plötzlich ein weiter Ball der Schkeuditzer in die Spitze, die Verteidiger und der Schkeuditzer Stürmer im Laufduell, aber als die beiden IV Tim und Felix sehen das auch Keeper Damian Meyer aus dem Tor kommt bleiben sie stehen. Jeder weiß das man besser nicht im Weg steht wenn ein Damian aus dem Tor kommt, nur der Stürmer nicht. Nachdem er die Sterne gesehen hat weiß er es jetzt auch und Damian zuckt nur mit den Schultern. Nach einer kurzen Behandlungspause läuft das Spiel weiter und der flinke Finn dribbelt durchs Mittelfeld, super Ball in den Lauf vom rasenden Rami der direkt auf den zweiten Pfosten flankt wo der routinierte Romal nur noch einschieben muss und schon über den Jubel nachdenkt, als der Ball gegen den Pfosten knallt. Upps. Da fehlte dann doch noch etwas Routine. Das Spiel ging munter hoch und runter und Chancen entstanden hüben wie drüben. Als der Schkeuditzer Winterneuzugang und Sturmhoffnung Amborn frei auf das LSC Tor zuläuft erinnerte er sich vermutlich an die Szene von Beginn und machte lieber einen großen Bogen um Keeper Damian und schiebt den Ball locker auf´s Tor, doch die Rechnung hat er ohne Dauerläufer Christian gemacht. Wenn man denkt es ist schon alles erledigt kommt ein Gedicke angegrätscht und klärt den Ball von der Linie. Szenenapplaus für beide von den Rängen! Mitte der ersten Halbzeit dann die Führung für die Gäste. Feine Passstafette aus der Abwehr heraus über Matthias, Martin, Flo, Konrad, Jeffrey und Artur, der dann statt zu dribbeln gleich den ersten Gedanken umsetzt und den listigen Louis bedient. Listig wie der Junge ist, folgt dem Übersteiger noch ne Schürze und dann der linke Hammer ins kurze Eck! BOOOM! Das Stadion bebt! Doch die Hausherren zeigen sich nur wenig geschockt. Immer wieder versuchten Sie Nadelstiche zu setzen doch bis dahin konnten u.a. die Defensivspezialisten Paul und Alex die meisten Dinge vereiteln und falls doch mal ein Schuss durchkam, war der Winterneuzugang Jonas Jensen im Tor zu stelle und fischte die Bälle aus der Luft. Also keine Gefahr bis dahin…, ja bis dahin…, bis der forsche Flo vorm Strafraum zu forsch in den Zweikampf ging und sich folgerichtig die gelbe Karte abholt. Gab natürlich auch Freistoß und da packt Schkeuditz eine Variante aus die alle verwirrt. In Zweierreihe stehen die Spieler rechts und links vom Ball und einer nach dem anderen rennt über den Ball um sich danach wieder in der Zweierreihe anzustellen und erst als zum 27.sten Mal jemand über den Ball gelaufen ist und mittlerweile alle in rot spielenden LSC´ler eingeschlafen sind wird der Ball ins Netz gezirkelt. Plötzlich sind die meisten Spieler wieder wach. 1:1, der Ausgleich kurz vor der Pause.

In der Halbzeit musste Coach Christian die restlichen Spieler nochmal aufwecken und erzählte mal wieder wie wichtig es ist gemeinsam gegen den Ball zu arbeiten, weniger zu dribbeln und mehr den Ball laufen zu lassen und das die Bewegung ohne Ball doch der Schlüssel zum Erfolg ist. Jedes Mal die gleiche Leier, die Spieler puhlen sich stattdessen im Ohr und kratzen sich die Eier. Als Flo auf Nachfrage bestätigt, dass die gelbe Karte kein Problem ist und er nichts riskiert, bleibt es bei den regulären Wechseln zur Halbzeit. Neu ins Spiel kommen Hai, Max, Simo und Gianni.

Mit Anpfiff der zweiten 45 Minuten lässt Mittelfeldkante Anton nochmal ein „VAMOS“ durch die Reihen schallen um die Jungs einzupeitschen. Und das zeigt Wirkung. Das aus voriger Saison überragende Pressing wird wiederbelebt und Mo setzt gemeinsam mit Sven und Jaro die gegnerische Abwehr unter Druck. Der daraus resultierende Fehlpass wird von Timon abgefangen und direkt weitergeleitet zu Timo, der leichtfüßig wie immer wie das heiße Messer durch die Butter durch die Reihen der Schkeuditzer läuft. Im richtigen Moment das richtige Abspiel zu Nico der sich wie ein Panzer noch durchtankt und zum 2:1 einnetzt. Erneuter Jubel auf Seiten der Gäste. Nico versucht den legendären Floss-Dance Jubel von Rami zu kopieren, aber irgendwie wollte das nicht klappen. Die Freude über die Führung sollte aber auch schnell wieder Ernüchterung weichen. Beim ersten Angriff konnte sich Schkeuditz auf links durchsetzen, zieht in den 16er und kurz vor dem Abspiel kommt Flo mit einem 5 Meter sliding Tackle angerauscht und erwischt Ball und Gegner. Der Schiri zeigt sofort auf den Punkt und Flo die Ampelkarte…, hmm irgendwie erinnert das leicht ans Hinspiel. Flo muss nur kurz nach der Pause das Feld verlassen und dafür wird Johannes gebracht. Chance für Schkeuditz auf den Ausgleich. Der Schütze läuft an, platzierter Schuss ins linke untere Eck doch Keeper Fritz taucht ab und killt schon den zweiten Elfer diese Saison. Der Schuss war gut, Seck war besser! Trotzdem Ecke! Bringt aber nichts denn Lewis köpft das Ding resolut raus und das Spiel geht weiter. Die Jungs von der Pistorisstraße kontrollierten das Spiel und wollten noch ein Tor. Das dauerte aber noch bis 10 Minuten vor Schluss. Eine Ecke von Schkeuditz fängt Fritz im Tor ab und mit einem seiner gefürchteten langen Abschläge findet er den schnellen Sven. Der Schkeuditzer Abwehrspieler versucht im Laufduell den zwei Köpfe kleineren Sven abzudrängen, aber der huscht einfach drunter durch. Querpass zu Gianni und der legt weiter zu Mo. Eigentlich ein geiles Zuspiel, wenn es nicht auf den linken Fuss kommen würde. Also drehte sich der Trainer bereits wieder ab weil er den Balltanz von Mo erwartete um auf rechts zu legen und der Ball dabei verloren geht, aber auf einmal Jubel der 10000 Zuschauer. Was war passiert?! Hat der Junge etwa doch nen linken? Oder ging der Ball einfach nicht verloren? Ich weiß es nicht. Es wird wohl immer eine Geheimnis bleiben und ein Mythos dass es bei Mo den linken Fuß gibt.

Auf alle Fälle war der Ball im Netz und es stand 3:1 für die Gäste. Das Spiel wurde dann in Unterzahl noch sauber zu Ende gebracht und die 31 Spieler des Leipziger SC plus Trainer feierten vor der Kurve mit den Fans bis es dunkel wurde.

*Ob das tatsächlich so passiert wäre, kann nicht genau gesagt werden, aber in meinem Traum ist es so abgelaufen und es klingt doch durchaus realistisch?!? Man sollte den Spielbericht trotzdem mit einem Augenzwinkern betrachten. Bleibt gesund! Euer Christian Bretschneider

 

 

1.Herren - SV Lindenau 1848 3:2 (1:1)

Tabellenführer verdient geschlagen

Ein Sonntag in einer Achterbahn der Gefühle…, mit einem 3:2 Heimsieg gegen den SV Lindenau in Unterzahl.

Nachdem man in anderen Medien als „machbare Aufgabe für Lindenau“ bezeichnet wurde, ging es darum das Gegenteil zu beweisen. Es sollte der zweite Saisonsieg her, auch wenn es gegen den Tabellenführer geht.

Trotz aller Vorsätze gab es gleich in der vierten Minute einen herben Rückschlag. Ein unglückliches Abspiel in der Innenverteidigung wird von Schreiber abgefangen, der zieht in den Strafraum und schließt trocken ab. 0:1 für die Gäste. Schock! Aber zum Glück noch viel Zeit um das Spiel zu drehen. Man merkte das jeder LSC´ler den Fehler ausbügeln wollte. Einer lief für den Anderen und der LSC Express kam in Fahrt. Das erste richtige Ausrufezeichen von Reiber. Nach einem schlecht geklärten Angriff kam der Ball zu unserem Abräumer im Mittelfeld und er zog einfach mal aus 25 Metern ab. Obwohl leicht verdeckt, konnte der Gästekeeper den Ball noch um den Pfosten lenken. In der 33. Minute war er aber dann auch machtlos. Erneut war es Reiber der nach erfolgreichem Ballgewinn Rahali links in den 16er schickt. Rahali zieht auf die Grundlinie, schüttelt dort noch 2 Gegenspieler ab und lupft mit gutem Auge auf den zweiten Pfosten zum eingelaufenen Ahmadi der sich gegen den Hüter und Gegenspieler im Luftzweikampf durchsetzt und einköpft. Pure Freude! 1:1, der verdiente Ausgleich und kein Grund einen Gang zurück zuschalten. Das aber bei dieser offensiven Spielweise auch mal Lücken entstehen, passiert… und in genau so einer Situation war Lindenaus Schreiber durch und auf dem Weg zum Tor. Keeper Damian Meyer konnte die erste Aktion im Rauslaufen stark klären, doch der abgewehrte Ball landete wieder bei einem Lindenauer Spieler welcher einfach auf das Tor schoss und eben jene Meyer nutzt reflexartig als Keeper die Hände…, richtig gut gehalten, nur halt leider außerhalb des 16er und so zeigte der Schiri glatt Rot (40. Minute). Schock! Der erst 19 jährige Dickehut übernimmt als Feldspieler die Verantwortung und geht ins Tor. Trotz der Unterzahl hätte die Heimelf bereits vor der Pause die Führung erzielen können. Eine Flanke von links konnte Ahmadi zwar wuchtig auf das Tor der Lindenauer köpfen doch der Gästekeeper erneut mit einem starken Reflex und bekommt die Fäuste hoch. So geht es mit dem 1:1 in die Pause, in der jeder einzelne mega „on fire“ war. Man spürte die Motivation das Ding trotz Unterzahl gewinnen zu wollen. Mit Shobaki kam auch nochmal frischer Wind ins Sturmzentrum. Al Meklef beackerte die linke Seite jetzt fast allein, hinten verteidigte er alles und vorn schaltete er sich in fast jeden Angriff ein. Bei einem dieser vielen gefährlichen Offensivaktionen setzte Al Meklef an der Mittellinie zum Dribbling an, ließ links zwei Gegenspieler stehen und zog mit Power ins Zentrum an den Strafraum, dort noch einen Lindenauer ins leere laufen lassen und ein perfekter Pass zu Ahmadi, dessen Schuss erneut vom Keeper pariert wird aber direkt vor die Füße von Al Meklef springt. Mit dem ungewohnten rechten Fuß wird der Ball zum 2:1 über die Linie geschoben und Jubelschreie hallten durch das Estadio de la LSC. Pure Freude! Nur kurze Zeit später hätte Al Meklef sogar erhöhen können wenn er den schwachen rechten Fuß nimmt, aber so wurde mit dem linken vorbei geschoben. Wäre zu geil gewesen! Aber weitere Chancen wurden erarbeitet…, ein ums andere Mal tauchten die Schleußiger vor dem Tor der Lindenauer auf, oder wurden wegen Abseits (teils knapp und/ oder fragwürdig) zurückgepfiffen. Ein / zwei Chancen (u.a. für Schreiber) gab es im weiteren Verlauf auch auf Seiten der Gäste doch ohne zählbaren Erfolg. Das Spiel näherte sich der Schlussphase und das Nervenkostüm der Zuschauer wurde immer mehr strapaziert. Ein 2:1 in Unterzahl ist halt keine Sicherheit und so wurde auch jeder abgewehrte Ball, jeder gewonnene Zweikampf gefeiert. Um die Nerven etwas zu beruhigen waren dann wohl Rahali und Ahmadi der Meinung das ein weiteres Tor helfen würde und so machten sich beide in der 79. Minute auf dem Weg. Chip von Rahali in den Lauf von Ahmadi und der lupft den Ball über den Hüter hinweg ins Tor. 3:1. Gänsehaut! Nur noch knapp 10 Minuten zu spielen. Mittlerweile wurde der gute IV Pöschel bei den Gästen nach vorn beordert und macht dort nochmal Betrieb. So kam es auch das dieser Pöschel mit einer Direktabnahme sehenswert auf 3:2 (87. Minute) verkürzt. Nochmal zittern! Und der Schiri zeigt auch noch 4 Minuten Nachspielzeit an…, das Herz rast wie verrückt. Doch auch die plötzlich gefühlt 10 Minuten Nachspielzeit gingen rum und der Schlusspfiff lässt alle Dämme brechen. Ekstase auf und neben dem Platz. Rami Al Meklef stimmt im Siegerkreis noch den LSC-Song an und selbst die am Knie verletzen Spieler hüpften in der Traube. Wie schön doch Fussball sein kann…

1. Herren: Wäre, wäre Fahrradkette… (2:2 bei Stötteritz)

Wäre, wäre Fahrradkette…  ( 2 : 2 bei Stötteritz )
um an der Stelle mal den legendären Loddar zu zitieren. Wie wäre wohl das Spiel des Leipziger SC beim SSV Stötteritz ausgegangen wenn… ?!

Um es vorweg zu nehmen, das Duell der beiden Aufsteiger am Samstag bei bestem Fussballwetter war definitiv nichts für Fussballästheten. Also wer hoffte guten Fussball zu sehen ist enttäuscht wieder nach Hause gegangen. Aber was wäre wenn der Platz nicht so hart und hubbelig gewesen wäre, oder was wäre wenn der Platz nicht an beiden Enden um 5 Meter verkürzt gewesen wäre? Hätte das dem raumorientierten Spiel des Leipziger SC gut getan? Hätten dann beide Mannschaften versucht mehr zu spielen statt zu pöhlen? Passstafetten über mehr als 5 Stationen waren auf beiden Seiten kaum zu finden.

Aber starten wir ins Spiel und da kommt gleich das nächste „wäre“…, was wäre wenn Reiber gleich nach 3 Minuten den Ball mehr Power hätte mitgeben können als der Hüter des SSV prallen lässt und er den auf's Tor spitzelt? War leider etwas zu wenig und so konnte der auf´s Tor kullernde Ball noch auf der Linie geklärt werden. Kurze Zeit später war es dann ein Freistoß von Al Meklef unter der Mauer durch den dann der Keeper der Gastgeber gut hält. Was wäre wenn sich unser Innenverteidiger Schilling nicht nach 14 Minuten schwer verletzt hätte und eine Umstellung nötig machte und unsere Spieler etwas geschockt gewirkt hätten?! Ob es jetzt an der Umstellung oder am Schock lag, aber wie bereits erwähnt war das Spiel nicht sonderlich gut und vieles resultierte durch Fehler des Anderen. So auch der erste Hochkaräter des SSV, Ballverlust im Zentrum, der Ball kommt zum Stötteritzer Stürmer Thomas der von rechts in den 16er zieht und knapp links am Tor vorbeischießt. Weiter 0:0. Doch was wäre wenn gegen Ende der ersten Halbzeit, nach schöner Kombination auf rechts über Gedicke und Rahali, eben jener Rahali den frei stehenden Shobaki am 2. Pfosten gesehen hätte, statt selbst über das Tor zu schießen?! Wäre das vielleicht die Führung gewesen?

So geht es für beide Teams torlos in die Pause, doch direkt nach Wiederanpfiff hätte sich das ändern können. Einen schönen Flugball auf die Brust von Shobaki nimmt dieser an und schließt direkt aus der Drehung ab doch der Ball fliegt knapp über das Tor. Etwa 10 Minuten später ist oder besser gesagt wäre der Leipziger SC in Führung gegangen. Der Ball lag schon im Netz, der Schiri zeigte schon Richtung Anstosspunkt und die Schleußiger Spieler, Trainer und Anhänger jubelten ausgelassen nachdem Al Meklef einen Freistoß an der rechten Ecke kurz auf Rahali ausführte, dieser in den Strafraum zog und auf Shobaki chippte, welcher den Ball über die Linie bugsierte. Doch während alle in rot sich freuten, gab es wilde Proteste der Stötteritzer. Plötzlich Rücksprache des Schiris mit dem Linienrichter und schon war die Freude vorüber. Abseits war es nicht aber es gab wohl Verwirrung was den Freistoß anging und wer bzw. wie er freigegeben wird. Komischerweise musste der Offizielle dazu nochmal Rücksprache halten obwohl er selbst erst auf Tor entschieden hat?! Tja, das ist das nächste „wäre“, und so richtig ließ sich das Problem nicht aufklären.

In der 65. Minute wären wir sogar noch 2:0 in Führung gegangen nachdem Logwin den ukrainischen Hammer rausholte und einen Freistoß direkt in die Maschen haut. Doch statt 2:0 stand es eben nur 1:0 für den Leipziger SC. Egal! Führung für die Schleußiger. Leider hielt die Führung nicht lange. Bereits in der 69. Minute der Ausgleich. Ein Freistoß der Gastgeber aus dem Mittelfeld auf den zweiten Pfosten wurde in der Defensive unterschätzt und der Stötteritzer Laubert köpft zum 1:1 ein. Mist…, die Führung schon wieder pfutsch. Und es kommt noch schlimmer. Die Führung für die Heimelf in der 78. Minute. Das 2:1 fällt nach einer Ecke. Die Ecke selbst konnte zwar abgewehrt werden, aber nicht sauber und Eimert konnte unbedrängt aus 20 Metern abziehen und schon schlug der Ball unten rechts ein. Plötzlich mussten die Schleußiger einem Rückstand hinterher rennen. Irgendwie kannten wir das ja aus unserem letzten Gastspiel bei Stötteritz und wie im letzten Gastspiel können wir kurz vor Schluss ausgleichen. Diesmal war es Kapitän Muradjan der beim an Rahali verursachten Elfmeter Verantwortung übernimmt und souverän verwandelt. 2:2 in der 90. Minute und kurz darauf beendete der Schiri auch das Spiel.

Tja was soll man sagen, das Spiel hatte aufgrund der nicht vorhandenen Klasse auch keinen Sieger verdient und doch bleiben die vielen „wäre“ und Fragezeichen im Raum. Wäre das Spiel  besser gewesen mit einem größeren und besseren Platz? Wäre unser Spiel stabiler gewesen ohne die Verletzung? Wäre der Verlauf anders gewesen wenn das erste Tor gezählt hätte? Und und und…., doch auch Loddar weiß, das Fußball nicht durch „wäre“ entschieden wird sondern durch klare Resultate. Also müssen in den nächsten Spielen wieder die Ergebnisse kommen um in der Tabelle nach oben zu rutschen.

1. Herren: gerechtes 2:2 Unentschieden gegen BSG Chemie II

Am Sonntagnachmittag durften die Kicker des Leipziger SC die Zweitvertretung der großen BSG Chemie zum Heimspiel empfangen. Bei bestem Fussballwetter sollte nach dem Sieg am letzten Spieltag gegen die in grün gekleideten Gäste aus Leutzsch nachgelegt werden.  Das sich zwischen den beiden sehr jungen Teams ein schnelles, intensives aber stets faires Spiel entwickeln sollte, konnte man bereits in den ersten Minuten erkennen. Und die erste Halbzeit hatte es tatsächlich in sich.

Die erste Annäherung ans Gästetor konnte Wilke verzeichnen (3. Minute), doch seine Direktabnahme ging deutlich am Gehäuse vorbei und erzeugt noch nicht wirklich Gefahr. Nur eine Minute später wurde es dann aber gefährlich für das Tor des Leipziger SC. Chemies Westphal gewinnt das Laufduell über rechts und sein Schuss geht knapp flach links am Pfosten vorbei. Erneut nur wenige Augenblicke später die Chance für die Heimelf auf 1:0 zu stellen. Ahmadi bekommt auf rechts den Ball in den Lauf und bringt ihn umgehend vor die Abwehr in den Strafraum wo der von links eingelaufenen Al Meklef frei auftaucht aber den Ball nicht am herausgeeilten Gästekeeper vorbei ins Tor bringen kann. Trotzdem will sich Al Meklef für diesen schönen Pass bedanken und bricht in der 7. Minute über die Grundlinie durch in den 16er und bedient am zweiten Pfosten Ahmadi der das Spielgerät souverän in die Maschen haut. 1:0 für den Leipziger SC! Die frühe Führung brachte aber nicht die Sicherheit bzw Ruhe die dem Spiel aus Schleußiger Sicht gut getan hätte. Die Zuschauer müssen sich in den Anfangsminuten gefühlt haben wie beim Tennis, es ging ständig hin und her und Chancen bestanden auf beiden Seiten. Nach einer knappen viertel Stunde hatte Shobaki die Möglichkeit zu erhöhen aber fand aus spitzem Winkel seinen Meister im guten Gästekeeper. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen aber die Gäste mehr und mehr Kontrolle und initiierten über den aus der ersten Mannschaft verstärkenden Bekker in der Innenverteidigung Angriff um Angriff und drängten die Heimelf immer mehr in die eigene Hälfte. Das gewohnte Pressing funktionierte nicht wie gewohnt bedingt auch durch die Tatsache, dass im Mittelfeld teilweise der Zugriff fehlte und nicht richtig gegen den Ball gearbeitet wurde. So mussten auch immer wieder kleine Fouls die Gästeangriffe stoppen. Eines dieser Fouls, oder eher ungeschicktes Verhalten im Luftzweikampf sorgten für einen Freistoß am 16er. Diese Situation nutzen die Gäste in Person von Gräfe und stellten per direkten Freistoßtreffer auf 1:1 in der 28. Minute. Mit diesem Gegentor wurden die Schleußiger wieder aktiver und Außenverteidiger Rubner zieht ab der Mittellinie von links ins Zentrum, setzt sich gegen 2 Mann durch und bringt die Flanke über den 2 Meter Innenverteidiger hinweg ans rechte 16er Eck in den Lauf von Ahmadi. Der zögert nicht lang und spitzelt den Ball direkt vorbei am herauslaufenden Keeper ins Tor. 2:1, die erneute Führung nur 2 Minuten nach dem Ausgleich. Erneut eine Ausgangslage die Stabilität bringen sollte und den Gegner demoralisieren könnte, wenn man nur kurz nach einem Ausgleich wieder in Führung geht.

Aber die Gäste sagten sich: „was die können, können wir auch“ und antworteten nur 4 Minuten später. Kombination über links, Flanke an den zweiten Pfosten und dort köpft Knoth aus spitzem Winkel ein. Schwer zu verteidigen für Keeper Seck im Tor des Leipziger SC. Nach dieser intensiven Phase beruhigte dich das Spiel etwas doch Chemie hatte noch optisches Übergewicht. Es ging mit dem 2:2 in die Halbzeit. Durchschnaufen auf beiden Seiten.

In der Halbzeit musste das Trainerteam der Hausherren etwas tun um wieder etwas Kontrolle über das Zentrum zurück zu bekommen. So wurde Kesten für Do eingewechselt, welcher auf die 6 ging und Wilke rückte nach vorn.

Die zweiten 45 Minuten lassen sich deutlich kürzer wiedergeben. Das Spiel war deutlich ausgeglichener aber natürlich gab es bei zwei so offensiv ausgerichteten Teams zu Chancen auf beiden Seiten. Eine der größten auf Seiten des LSC hatte Al Meklef als er gut freigespielt wurde und den Verteidiger im Laufduell hinter sich gelassen hat, doch er scheiterte im Abschluss etwas überhastet. Kurze Zeit später bekam auch der eingewechselte Stürmer Portjanow einen wunderbaren Diagonalball in den freien Raum doch der Linienrichter entschied auf Abseits. Sehr sehr knappe Entscheidung, aber lässt sich wohl nicht mehr genau auflösen. Die letzten 5-10 Minuten gehörten aber definitiv den Chemikern. In der Zeit hätten die Gäste tatsächlich die 3 Punkte einfahren können, aber wahrscheinlich auch wegen der vorangegangenen intensiven 80 Minuten war dann auch die Konzentration und Genauigkeit im Abschluss nicht mehr vorhanden. Letztlich endete das wirklich gute und interessante Stadtligaspiel mit einem insgesamt doch gerechten 2:2 Unentschieden.

Die Qualität welche Chemie als Mannschaft auf den Platz gebracht hat, hat nicht jeder Gegner und dann muss der Leipziger SC eben dort die Siege einfahren.

1. Herren - MoGoNo 4:1 (2:0)

1. Herren - 1. Sieg in der Stadtliga - 1. Septemberwochenende - 1. Sahne!

Am vierten Spieltag (vorgezogener 15. Spieltag) empfing der Leipziger SC die SG MoGoNo zu seinem bereits dritten Heimspiel. Die Heimelf war mehr als motiviert endlich den ersten Sieg in der Stadtliga zu holen, nachdem man in den ersten 3 Spielen unglücklich Punkte liegen ließ.

Entsprechend gespannt schon die Erwärmung, aber das dies helfen sollte merkte jeder ab der ersten Sekunde. Keine Schlafeinlage, keine Unkonzentriertheiten, sondern LSC-Fußball von Anfang an. Und es sollte heute der Tag des Romal Ahmadi werden. Nehmen wir es vorweg..., der Kerl trifft 4 mal. Kann man mal so machen. Apropos machen: er hätte auch locker noch mindestens 2 Tore mehr erzielen können, aber vielleicht hebt er sich die Effektivität für die nächsten Spiele auf. Eine dieser Großchance hatte er noch beim Stand von 0:0. Al Meklef bringt den Ball von links überragend in den Raum zwischen Keeper und Abwehr in den Ahmadi eingelaufen ist, doch statt mit links direkt abzuschließen, wurde der Ball nochmal angenommen was den Keeper die Möglichkeit gab den Winkel zu verkleinern und abzuwehren. In der 23. Minute war es aber trotzdem soweit und Ausgangspunkt erneut die linke Seite. Über Rubner, Do und Al Meklef landet die Eingabe bei Shobaki. Ob dieser dann mit seiner puren Erfahrung die Vorlage über den Pfosten gab oder aber Ahmadi seinen Schuss an den Pfosten abstaubt lässt sich nicht mehr so genau ermitteln. Stört aber auch niemanden, Hauptsache es steht 1:0 für den Leipziger SC.

Auch das 2:0 nur acht Minuten später, in der 31. Minute, entsteht wieder über links. Über rechts ging ja schlecht der Ahmadi der erneut trifft war für rechts eingeteilt, aber wollte lieber vor dem Tor verwerten. Das machte er auch nach der Vorlage von Al Meklef. Die wenigen offensiven Aktionen der Gäste konnte die Abwehr um Kapitän Kuchel sowie Logwin im Zentrum und Rubner sowie Gedicke als AV weitestgehend bereinigen, sodass Keeper Seck kaum eingreifen musste.

Zu beginn der zweiten Halbzeit wollte die Heimelf jegliche Hoffnung der Gäste begraben und so ging es weiter in nur eine Richtung. Auf das Tor von MoGoNo. In der 50. Minute bekommt Al Meklef den Ball, zieht nach Innen und durch den cleveren Laufweg von Shobaki nach außen öffnet sich die Lücke in der Innenverteidigung der Gäste durch die Ahmadi läuft und Al Meklef spielt und schon taucht der bis dahin zweifache Torschütze frei vor dem Tor auf und schiebt am Keeper vorbei ein zu seinem dritten Treffer und dem 3:0 für den Leipziger SC. Das absolute Schmankerl heben sich die Schleussiger Jungs aber für den vierten Treffer nur 7 Minuten später auf. Eine Kombination über das Zentrum spielt Kesten auf Do, welcher noch kurz wartet, auf den Laufweg von Ahmadi achtet und dann vor das Tor chippt und die Direktabnahme auch den Weg ins Tor findet. 4:0 nach 57 Minuten. Die Freude in den Gesichtern aller LSC´ler war nicht zu übersehen. Auch das Gegentor in der 63. Minute ließ keinen Bruch ins Spiel kommen. Im Gegenteil, weitere Chancen waren vorhanden. Der eingewechselte Endle setzte sich richtig stark gegen den körperlich deutlich überlegenen Gegenspieler Kienitz durch und ließ diesen fast abprallen um auf die Grundlinie zu ziehen und seine gute Eingabe verpasst der ebenfalls eingewechselte Nguyen nur knapp. Das ist aber dank der mannschaftlich super Leistung gegen den Ball zu verschmerzen und so konnte man nach Abpfiff einen nie gefährdeten Heimsieg feiern.

Nächste Woche darf der Leipziger SC dann die Zweitvertretung der BSG Chemie im Schleussiger Wald begrüßen. Eins steht fest: nach dem ersten Sieg soll der zweite nicht lange auf sich warten lassen. 

 
 

1. Herren mit unverdienter Niederlage gegen SG Olympia

Das 2. Heimspiel in der neuen Stadtliga, das 2. Mal das aktivere Team mit mehr Spielanteilen und zum 2. Mal geht der Leipziger SC nicht als Sieger vom Platz.

Und auch zum zweiten Mal mussten wir bitter lernen das kleine Fehler und Unaufmerksamkeiten in der neuen Liga doch anders bestraft werden als noch vorige Saison. Denn obwohl man nach einer kurzen Abtastphase die Kontrolle über das Spiel übernahm, waren es die Gäste die nach einem dieser Fehler mit 0:1 in Führung gingen. Von der linken Seite Höhe Mittellinie sollte ein Ball zu Innenverteidiger Theiss zurück gespielt werden, nur leider zu ungenau und zu kurz und als Theiss die Situation klären wollte kommt der einzige nachsetzende Stürmer mit der Fußspitze an den Ball und fälscht ab und so kullert der Ball ins Tor.

Ein kurzer Schock, denn es zeichnete sich bis dahin nicht wirklich ab das Olympia für das Tor des Leipziger SC gefährlich wird. Überhaupt konnte man den gegnerischen Topstürmer Würzberger weitestgehend abmelden, nur bei Standards war das schwerer. Derweil beherrschten die Hausherren das Mittelfeld und so konnten wir uns ein ums andere mal gefährlich ins letzte Drittel spielen, besonders die linke Seite über Außenverteidiger Al Meklef generierte viele Räume und spielte kluge Bälle, während er defensiv noch abräumte. Aber auch nach Standards war die Gefahr vor dem Tor der Olympioniken oft groß. Sei es der Freistoß von Nguyen den der starke Gästekeeper gerade noch über die Latte lenkt oder die Ecken von beiden Seiten wo mehrfach ein Treffer in der Luft lag als Nguyen knapp verpasst oder Ahmadi´s Kopfball der vom Keeper noch geklärt wurde. Die größte Gästechance der ersten Halbzeit endete am Pfosten. Generell fehlte leider bei den Hausherren etwas die Genauigkeit und auch Abgezocktheit vor dem Gästetor, sonst wäre man mit einer Führung in die Halbzeit gegangen.

Kurz nach der Halbzeit musste dann Ahmadi angeschlagen raus, der immer wieder für gefährliche Aktionen sorgen kann, aber auch der eingewechselte Muradjan hatte direkt nach seiner Einwechslung gleich eine große Chance als er von Shobaki rechts im 16er freigespielt wurde, doch zögerte er zu lang mit dem Abschluss und wurde noch geblockt. Unabhängig davon spielte der Leipziger SC weiter nach vorn und kam zu Chancen durch Shobaki, Do, Wilke und erneut Muradjan. Wenn der Schiedsrichter noch auf Elfer entschieden hätte als Wilke im 16er von 2 Gegenspielern in die Mangel genommen und weggecheckt wurde, hätte man schon da auf 1:1 stellen können. Aber generell war die Linie des Spielleiters recht großzügig oder es ist die Härte der Stadtliga an die man sich gewöhnen muss wenn selbst eine Tätlichkeit in Form eines Ellenbogenschlags gegen Wilke als „weiterspielen“ läuft (vgl. Bilder) oder wenn ein bereits verwarnter Spieler den Keeper noch gegen den Pfosten stößt und ein letztes Mal mündlich verwarnt wird. Und trotzdem spricht das Kartenverhältnis von 0:4 auch deutliche Bände, dass der Gegner alle Hände voll zu tun hatte um Angriffe des Leipziger SC zu unterbinden. Erst mit der Einwechslung des frischen Nformi bei den Gästen konnten Sie mehr Kontrolle über das Mittelfeld gewinnen und der Spielaufbau des LSC wurde auch aufgrund schwindender Kräfte eingedämmt. Nach einer Ecke war es dann trotzdem soweit und der Leipziger SC konnte über den Ausgleich jubeln. Der frisch eingewechselte Portjanow bewies seinen Torriecher und bugsierte in der 77. Minute den ersten abgewehrten Ball ins Netz.  Natürlich wollte man jetzt auch noch den Sieg und öffnete etwas mehr was die Gäste leider auszunutzen wussten als deren rechter Außenverteidiger nicht attackiert wurde und so den Ball sehr schön für Nformi in die Gasse steckt. Der ließ sich dann im 1vs1 gegen unseren Keeper Seck nicht zweimal bitten und traf zum 1:2 für die Gäste kurz vor Schluss (87. Minute). In der folge kamen die Gäste sogar noch zu der Chance zum 1:3, die aber Keeper Seck stark vereitelte.

Auch wenn ich das Spiel vielleicht zu sehr durch die LSC-Brille sehe, kann ich nicht verstehen wenn der Gegner von verdient spricht oder das Sie mit angezogener Handbremse gespielt haben. Auch mögen vielleicht meine Bewertungen zu Fouls oder Schirientscheidungen  nicht richtig sein, aber ich bin mir doch sehr sicher, dass wir dieses Spiel für uns hätten entscheiden können.


Egal, dann müssen die Punkte anderweitig eingefahren werden. Nächste Woche folgt der nächste Anlauf beim LSV Süd-West, dann allerdings bereits Samstag.

1. Herren starten in Saison 2019/20 mit "Mission Stadtliga"

" Gekommen um zu bleiben!"

Leipziger SC 1901 ist bereit für die "Mission Stadtliga"

Doppelinterview mit den beiden Coaches des Stadtliga-Aufsteigers vom Leipziger SC 1901 - Dimitrios Mitsis und Christian Bretschneider

Die meisten Siege, die meisten Tore, die wenigsten Niederlagen, die wenigsten Gegentreffer - die Bilanz des Leipziger SC 1901 aus der zurückliegenden Aufstiegssaison liest sich wie ein Märchen. Doch innerhalb von nur einem Jahr mauserte sich der LSC vom abstiegsgefährdeten Kellerkind zum unangefochtenen Staffelsieger der Stadtklasse, der an 30 Spieltagen nur Tabellenplatz 1 belegen sollte.Die beiden "Väter des Erfolges" Christian Bretschneider und Dimitrios Mitsis zogen für uns im FuPa-Teamcheck noch einmal Bilanz und warfen einen Blick auf die kommenden Aufgaben in der Stadtliga.

Fupa Sachsen: Ein letzter Blick zurück: Wie fällt eure Bilanz zur abgelaufenen Spielzeit aus? Was ist positiv und was negativ anzumerken?

Dimitrios Mitsis : "Mit der abgelaufenen Saison können wir sehr zufrieden sein, nicht nur mit dem Titel und dem Aufstieg auch mit unserem Fussball-'Style', mit der harten Arbeit der Spieler im Training und natürlich mit dem Super-Vibe beim LSC, der den Unterschied in unserer Saison machte.

Nur negativ ist meiner Meinung nach das Pokalspiel gegen Taucha, aber am Ende hat es uns erlaubt, uns auf die Liga zu konzentrieren."

Christian Bretschneider: "Wenn ich auf die letzte Saison zurückblicke, fehlen mir noch immer die Worte. Letzten Sommer haben wir davon gesprochen, dass wir die Jugend einbinden wollen und etwas aufbauen um mittelfristig in die Stadtliga aufzusteigen und jetzt hat es direkt in der ersten Saison geklappt. Weil auch jeder Bock hatte. Nach so einer Saison kann und will ich nichts Negatives anmerken."


Gibt es einen Spieler oder eine generelle Entwicklung, den/die Du gezielt loben würdest?

Mitsis: "Fußball ist ein Mannschaftsspiel und es war großartig das wachsende Selbstvertrauen, das sich in unserer Mannschaft entwickelte, in den Spielen zu sehen. Darüber hinaus haben wir es geschafft mit gutem Tempo, Pressing, gutem Ballbesitz und gutem Aufbauspiel zu spielen, was für unsere Spielphilosophie wichtig ist."

Bretschneider: "Ich glaube was man wirklich lobend erwähnen muss, ist die Trainingsentwicklung beziehungsweise die Teilnahme. Wenn ich die Stories aus den Vorjahren gehört habe und dann letzte Saison betrachte, ist da ein großer Unterschied. Und genau diese Entwicklung, dass wir regelmäßig 16 und mehr Spieler zum Training hatten, war sicher der Grund das alle Spieler mehrere Schritte nach vorn gemacht haben."

  

Hat es Veränderungen in Bezug auf euren Kader gegeben? Trainerwechsel, Neuzugänge, Abgänge?

Bretschneider: Trainerwechsel?!  Haha, nein. Wir beide haben das nicht vor und der Verein hoffentlich auch nicht.

Im größten Teil bleibt auch der Kader gleich, denn diese Jungs haben sich das voriges Jahr erarbeitet und da viele noch sehr jung sind, ist da auch das Potential noch nicht ausgeschöpft. Der bislang einzige feste Neuzugang ist Konrad Dickehut, ein 19-jähriger Allrounder, der vorige Saison noch mit der A-Jugend von Chemie Leipzig in der Landesliga Erfahrung sammeln konnte.

Abgänge sind Andreas Rübelmann (VfB Zwenkau 02) und Levente Lukacs (SG Olympia Leipzig). Wir wünschen beiden viel Erfolg.

Mitsis: Wir haben nicht das Gefühl, dass viel verändert werden muss. Wir wollen einfach mit der gleichen Leidenschaft und Intensität weiterarbeiten.

 

Wann seid ihr in die Vorbereitung gestartet? Welche Testspiele habt Ihr absolviert bzw. noch geplant?

Bretschneider: "Start in die Vorbereitung war am 18.07.2019 und geplant sind soweit fünf Testspiele. Die Spiele sind eine gute Mischung und gerade die beiden Tests gegen die Landesklasseteams von Radefeld und Roter Stern dürften einige Aufschlüsse geben.

Zuerst ging es aber gegen den SV Nordwest Leipzig und eine Woche vor Saisonstart gegen die SG Leipzig-Bienitz. Auch das Spiel gegen Bienitz ist interessant, da ja Bienitz in der Rückrunde verstärkt auf die Jugend gesetzt hat und damit auch Erfolg hatte. Also zwei „junge“ Teams gegeneinander."

So. 21.07.2019   SV Leipzig-Nordwest  vs.  Leipziger SC (3:1)

Sa. 27.07.2019   Leipziger SC  vs.  Roter Stern Leipzig (1:5)

Sa, 03.08.2019 SG Zorbau / Lützen vs. Leipziger SC (14:00 Uhr)

Do. 08.08.2019  Radefelder SV   vs.   Leipziger SC (19:00 Uhr)

So. 11.08.2019   SG Leipzig-Bienitz  vs.  Leipziger SC (15:00)

 

Wie sehen die Ziele für die Saison 2019/2020 aus?

Mitsis: "Wir wollen unser Spiel in der Stadtliga fortsetzen. Es gibt viele gute Teams und wir freuen uns auf die Challenge."

Bretschneider: "Wie Dimi schon sagte, für uns ist es wichtig, dass wir von unserer Art und Weise des Fussball nicht abrücken, sondern auch in der Stadtliga damit punkten. Mit Sicherheit wird es nicht leichter, aber im gesicherten Bereich sollte schon drin sein wenn die Mannschaft so weiterarbeitet wie vorige Saison."


Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für das kurze Interview genommen habt, Dimitrios und Christian und weiterhin viel Erfolg mit dem Leipziger SC!