POKALSIEG der 2004er gegen den 1.FC Lok Leipzig!

6. Leipziger Cup 2016/2017 - FINALE - D-Jugend

am Samstag 10.06.2017 in der Sportschule Abtnaundorf

Lok Leipzig III – Leipziger SC 1901 1:1 (0:1) 3:4 n.N.

Ein würdiger Final-Rahmen wurde mit Bannern, Fahnen und Luftballons durch Eltern und einem LSC-Fanblock gestaltet. Jetzt, wo man schon mal im Pokalfinale war,  wollten die Jungs vom  Jahrgang 2004 des Leipziger SC 1901 natürlich auch den Pokalsieg.

Das wollte natürlich der Überraschungs-Finalgegner der 3. Mannschaft vom 1. FC Lok Leipzig auch. Die jüngeren und bekannt technisch talentierten Finalgegner von Lok (4x 2006er U11 und 3x 2005er U12 Jahrgang) verstärkten sich im Finale mit dem 2004er U13 Kapitän der D1 Tim Hopfe (das stand nicht in der LVZ…). So wurde es ein schwieriges und undankbares Finale für den LSC, da gegen mehrheitlich jüngere Gegner im allgemeinen ein Sieg erwartet wird…  So lief dann auch das Spiel ab.

Nach einer guten LSC Startphase eroberte Nils im starken Gegenpressing den Ball vom Torwart, spielt ihn aus, ist vorbei und… schiebt ihn 1m vor dem Tor am leeren Tor vorbei…. Puh… Dann plötzlich der erste 9m für Lok (warum bleibt unklar) aber LSC-Torwart Tim-Vincent stellt in der allgemeinen Aufregung und Protesten die (Un)Gerechtigkeit wieder her und hält!  Dann doch die 1:0 in Führung für unsere Jungs! Nach feiner Balleroberung von Richard im Mittelfeld lässt er zwei Lok-Spieler aussteigen und zieht aus 15 Metern ab. Der Ball wird immer länger und schlägt  im langen Eck bei Lok ein. Grenzenloser Jubel! Kurze Zeit später die vermeintliche Vorentscheidung. Philipp wird völlig frei gespielt, den macht er sonst im Schlaf…, Pfosten! So blieb es beim knappen 1:0 zur Halbzeit und der Hoffnung, dass der Knoten in der 2. Halbzeit bei einigen platzen wird, um das bis hierhin zwar überlegene aber holprige Spiel in Fluss zu bringen.

Aber in der 2. Halbzeit spielten die jungen Lok-Kicker frei auf, hatten ja nichts mehr zu verlieren und zeigten ihr spielerisches Potential. Insbesondere da sie in der 33. Minute den zweiten 9m geschenkt bekamen, den sie diesmal zum 1:1 Ausgleich nutzen konnten. Unsere LSC-Jungs verkrampften immer mehr, kein Spielfuß zu erkennen, einige fanden nicht zu Normalform. Einige Andere LSC-Kicker konnten mit dem Druck besser umgehen und hielten gegen. So blieb es bei unseren LSC-Jungs bei allem Wollen und Bemühen aller Kinder nur Stückwerk. Gerade wenn man bedenkt, welches technisch hohe Niveau in ihnen steckt, in der Liga von vielen Gegnern als das spielerisch Beste Team hoch gelobt, bleibt dies rätselhaft. Die Trainer und Eltern wissen was sie können aber so bleibt ein kleiner Wermutstropfen. Dennoch gaben die Jungs nicht auf, glaubten an sich, kämpften, versuchten alles, doch so richtiger gewohnter Spielfluss kam nicht zu Stande.

In der Verlängerung lief es dann spielerisch wieder etwas besser. Es gab zwei, drei schöne erfolgsverheißende Aktionen über die Flügel doch es blieb beim Unentschieden. Nun musste die Dramatik des 9m Schießens (hiervor zitterten die LSC-Jungs, hatte man in den Vorjahren immer Negativerlebnisse, auch gegen Lok) entscheiden:

·         Lok begann und verwandelte sicher zum 2:1.

·         Dann traf Oli sicher zum 2:2 flach ins rechte Eck.

·         Lok knallt dann den Ball an die Latte, Jubel beim LSC.

·         Die Chance für Philipp, der scharf und sehr plaziert flach rechts schoss, doch überragend gehalten vom Lok-Keeper.

·         Nun war bei Lok der D1 Spieler dran, der scharf und sicher links halbhoch zum 3:2 verwandelte.

·         Jetzt lag es an Elias dranzubleiben und er verwandelte ebenfalls sicher flach in die rechte Ecke  zum erneuten Ausgleich 3:3.

·         Lok verwandelte danach zum 4:3 flach in die Tormitte.

·         Beim sonst sichersten LSC Schützen Tim flatterten die Nerven. Seinen halbhoch in die Mitte (macht er sonst nie….!) geschossenen Ball konnte der gute Lok-Keeper halten. Jubel bei Lok, Tim brach am Punkt unter Tränen zusammen und Trainer Max nahm ihn in den Arm, richtete ihn wieder auf. Vorteil und Jubel bei Lok.

Jetzt kam die Stunde von Tim-Vincent! Sowieso stark verbessert in dieser Saison hatte er sich beim Kampf um die Nr.1 im LSC Tor schon durchgesetzt. Heute brachte er es fertig, nachdem er bereits im Spiel einen 9m hielt, die nächsten beiden Lok 9m zu halten. Wahnsinn, Klasse TV!

·         Lok zunächst am Zug:  guter platzierter scharfer Schuss, flach in die rechte Ecke doch TV ist da und hält! Jubel beim LSC.

·         Da beim LSC keiner mehr Schießen wollte (…), übernahm Emil die Verantwortung und hämmerte den Ball im Stile eines Klassemannes trocken in die Maschen zum 4:4 Ausgleich.

·         Lok danach halbhoch in die linke Ecke und TV ist wieder da! Vorteil und Jubel beim LSC.

·         Oli kann im zweiten Durchlauf alles klar machen, übernimmt auch Verantwortung und trifft unter schier grenzenlosem LSC-Jubel flach in die rechte Ecke zum 5:4 Pokalsieg!

Fazit:

Glückwunsch an die akribischen Trainer Marco, Fabian und Max sowie unsere LSC-Jungs zum Pokalsieg! Ihr habt es euch heute redlich verdient, weil ihr weiter gemacht habt, auch als es mal nicht so lief, weil euer unbedingter Wille zu erkennen war.  Glückwunsch aber auch an  die jungen Lok-Kicker, die ihr Spiel durchgebracht haben. Sie werden in Zukunft noch für Schlagzeilen sorgen.

Schade, dass der junge Schiri heute keinen guten Tag hatte. Die Emotionen kochten bei zwei mindestens zweifelhaften 9m für Lok (es waren einfach keine), diversen Einwurf-, Freistoß und Spielentscheidungen (z.B. bei Handspiel im Spielfeld Einwurf für Lok, Zeitunterbrechung für Schuhwechsel des D1 Spielers von Lok…). Gleiche Regelauslegung sollte für alle gelten, egal wie groß und wie alt sie sind… Das wir talentierte junge Schiris in Leipzig haben zeigte der junge Schiri im LSC Halbfinale bei Chemie und vielleicht gehört der junge Finalschiri sonst ja auch dazu?

Doch erstmal ging es zur Siegerehrung und die LSC-Party mit den  Fans und „FEIERBIESTERN“ (LVZ-Sportbuzzer) begann!

Ein großes „Danke schön“ an alle die an diesem Erfolg beteiligt waren, an den verdienstvollen LSC-Sportfreund Höhne-Wellschmidt, der er sich nicht nehmen lies mit seinen 80 Jahren selbst vor Ort mitzufiebern und wieder einmal einen „gefüllten“ Briefumschlag an unseren Kassenwart Claudia übergab. An die tollen Trainer, die ihre Zeit ehrenamtlich opfern, an die Eltern, die als Fahrdienste Woche für Woche zur Verfügung stehen, an den Sponsor des Teams vom ´“Autohaus Dinnebier“, die materiell und ideell hinter den Jungs standen und an die Jungs, die an sich geglaubt haben!

Denn wie sagte schon Horst Wein: „Ein Erfolg am Ende besteht immer aus einer Serie von kleinen, täglichen Erfolgserlebnissen…“

Pokalsieger 2017 - 6. Leipziger Cup 2016/2017