1. Herren: Pokalhürde lässig gemeistert

"Jugend forscht" in der 2. Stadtpokalrunde

Inter Leipzig 3. - Leipziger SC 1901 1:9

Die 3. Mannschaft von Inter Leipzig versuchte am Sonntag den Favoriten aus dem Schleußiger Wald einen unschönen Nachmittag zu bereiten, die ans andere Ende der Welt fahren mussten, um überhaupt erstmal zum vertrockneten Platz von Inter zu gelangen. Durch den starken Kader des Leipziger SC, war es den Gästen möglich den sonst Nicht-, oder Kaum Spielenden eine Chance zu geben. Leider kam es aber so, dass es dann doch nur 10 Spieler der 1. Mannschaft waren. Zum Glück halfen 3 der 2. aus und machten ihre Sache souverän. An dieser Stelle nochmal Danke an Te Tsu, Björn a.k.a. Zlatan Ibrahimovic und Felix.

In der prallen Mittagssonne ging es dann auch endlich los und die Leipziger starteten gleich mit ihrem gefürchteten Pressing, womit die Gastgeber anfangs ziemlich überfordert waren. Folglich netzte auch Meister Kuhn sofort in der 7. Minute ein, durch ein schönes Zusammenspiel von Wilke und Endle. 

Dies ließ die Gastgeber relativ unbeeindruckt, denn es gab im direkten Gegenzug einen Freistoß vor dem 16er des Leipziger SC, der von Schönherr elegant verwandelt wurde.

Danach war auch Schluss mit dem Angriffsspiel von Inter, denn es sollte der letzte Schuss aufs Tor gewesen sein, zumindest für die 1. Hälfte. 

Kurz geschockt vom Gegentreffer, spielten die Jungs vom Leipziger SC weiter munter auf und kamen zu regelmäßigen Abschlüssen, die 10 Minuten später (18.Minute) zum Doppelpack von Kuhn führten. Woher der Name Meister kommt kann man ja nun unschwer erkennen. Durch einen saftigen Freistoß vom starken Nguyen, den der unsichere Keeper von Inter nicht festhalten kann, bietet sich die Möglichkeit zum Abstauben für Kuhn. 

In Minute 31 fiel dann das nächste Traumtor durch den spielwitzigen Wilke. Mühelos lässt er gefühlt 20 Mann stehen, benutzt wie bei Fifa die Flick Taste, sodass kein Interaner hinterherkommt und schiebt dann lässig ein zum 1:3. Nun machte sich Unmut bei der Heimmannschaft breit und es wurde in die Beine gehackt statt zu spielen. Auch das Spiel der Schleußiger Jungs wurde mit Kommentaren von Inter als langweilig und nur "lange Bälle schlagen" bezeichnet. Dies entsprach leider nicht der Wahrheit, denn der Leipziger SC überzeugte durch Kurzpassspiel, aber wie man so schön sagt, hoch und weit bringt Sicherheit, was sich dann Inter Leipzig selber annahm. 

Gen Ende der 1. Hälfte legte der LSC dann nochmal richtig los und erhöhte zum 1:4 durch Endle, nach schöner Vorlage von Kuhn. 5 Minuten später schnickt sich Wilke wieder durch die halbe Abwehr worauf der Kapitän von Inter leider garnicht den Ball, sondern nur das Bein vom angespielten Endle traf, man hörte den Butz bis in die Innenstadt, was zum glasklaren Elfmeter führte, den der erfahrene Captain Muradjan gekonnt verwandelte. Mit einem Pausenstand von 1:5 ging es dann zur Halbzeitbesprechung, wo mit push ups gedroht wurde, falls es noch Gegentore gibt. Dies sollte gefruchtet haben und es ging in die 2. Hälfte mit der Unterstützung der neu reingekommenen Yamamoto und Theiss, der seine Wäsche entspannt aufgehängt und den Morgen Kaffee auch endlich gefinished hat.

Der neue Yamamoto war dann auch gleich in der 51. Minute maßgebend beteiligt, als der LSC mit Tiki Taka anfing und der Ball über Yamamoto, Rafik und Rahali zu Endle kommt, der easy zum 1:6 einschieben kann.

Nun ließen es die Schleußiger ruhiger angehen und mussten drauf achten, nicht verletzt zu werden, von den ja doch aggressiven Inter Spielern, die eine etwas härtere Gangart einlegten. Der nicht so überzeugende Ref wollte auch entspannt seinen Sonntag nutzen und wertete jedes Foul dementsprechend langsam aus, oder auch garnicht, was ihn nicht gerade beliebt machte. 

Der 2. Torschuss der Gastgeber war ein ansehnlicher Fallrückzieher eines mir leider unbekannten Spielers, der nicht zum Torerfolg führte, die Statistik aber aufwertete. Das war es dann auch von Inters Seite, die so gut es gingen ihr eigenes Tor verteidigten und mit Kommentaren wie "Die können nicht mehr, los geht’s Jungs!" Für ein bisschen Fun auf dem Spielfeld sorgten.

Die letzten 10 Minuten wurden dann aber nochmal feierlich als der Leipziger SC den Endspurt einlegte.

Das 1:7 fiel durch eine Sahneecke von Endle, der den brillanten Reiber findet, welcher ungelogen ca.  3,50m in der Luft steht um den Ball wuchtig unter die Latte zu köpfen. Definitiv eine Empfehlung für die Startelf, auch wenn er heute als IV gezockt hat, das dafür aber richtig gut. (Jeder hat sich heute empfohlen ;) )

Der spielwitzige Rahali mit seinem LSC-Debüt verwandelt eiskalt in der 83. Minute, nach Vorarbeit von Endle, der den Ball von dem starken Muradjan durchgesteckt bekommen hat.

Den Abschluss bildete dann nochmal Endle, der den Ball an der Mittellinie steil geschickt bekommt von Yamamoto. Die Gegner hatten das Laufen schon aufgegeben, was den Weg frei machte und dann zum leichten Tor führte.

Alles in allem eine überzeugende Vorstellung des Sport-Club, der vielleicht phasenweise einen Gang runterschaltete, aber mit einer komplett neu zusammengewürfelten Mannschaft sehr gut auftrat, viele Tore geschossen und damit verdient gewonnen hat. 

Nun gilt es den Fokus wieder auf die Liga zu setzen und sich im Training anzubieten, da die Startelfplätze nun sehr heiß umkämpft werden.

Forza LSC