1. Herren überwintert als Herbstmeister!

1. Herren ist nach 6:0-Sieg Herbstmeister der Stadtklasse Leipzig!

Zum letzten Spiel der Hinrunde ging es für die Mannschaft des Leipziger SC zum SV Thekla, doch bei der Ankunft 75 Minuten vor Spielbeginn musste erstmal geprüft werden, ob wir auch wirklich am richtigen Spielort sind, da von den Gastgebern nichts zu sehen war. In der Zwischenzeit inspizierten wir den Platz, der in einem überraschend guten Zustand war für diese Jahreszeit.

Es folgte die Kabinenansprache mit der Ansage der beiden Trainer, dass die gute Hinrunde nochmal positiv beendet werden sollte und der Gegner in der eigenen Hälfte unter Druck gesetzt werden soll. Man konnte in den Augen der Spieler erkennen wie scharf jeder einzelne drauf war die zwei Ligapleiten vergessen zu machen. Entsprechend konzentriert und fokussiert ging es ins Spiel. Der Druck auf die Gastgeber startete von der ersten Minute und so war es nur eine Frage der Zeit bis die ersten Chancen entstanden. Doch gleich die erste Möglichkeit wurde nicht vom Gegner vereitelt, sondern vom Linienrichter, der Shobaki zwar richtiger Weise im Abseits sah aber nicht erkannte das eben dieser den Ball für den durchstartenden Wilke überlassen wollte. Da wären die Schleußiger mehr als frei vorm Tor gewesen! Egal es ging weiter mit den Chancen. Zwei Fernschüsse vom agilen Reiber, Pfostentreffer von Küstermann oder das 1vs.1 von Shobaki gegen den Hüter waren nur einige der ersten Halbzeit. Doch auch die Gastgeber von Thekla hatten die Möglichkeit zum Treffer. Einen Ausrutscher des sonst abgeklärten Logwin konnte sein Abwehrpartner Kuchel unter größtem Einsatz gegen 2 Gegenspieler überragend klären. Der Lohn dafür war ein dankendes Abklatschen von Logwin. Wenn Thekla den Hauch einer Gefahr entwickelte, dann meist über deren rechte Seite. Doch den Großteil konnte Theiss gegen den kleinen und agilen Nguyen verteidigen. Mit gefühlten 70:30 Ballbesitz für den Leipziger SC ging es trotzdem nur 0:0 in die Kabine. Auf dem Weg dahin hörte man Theklaer Spieler sagen das Sie hätten führen müssen. Ob das ernst gemeint war weiß man allerdings nicht.  

In der Halbzeit gab es nur kurz und knapp die Ansage „Weiter…, immer weiter!!!“. Der Gegner wird irgendwann auseinander fallen. Und in der zweiten Halbzeit spielten wir immerhin auch bergab. Nach sieben Minuten in der zweiten Halbzeit musste der Leipziger SC das erste Mal wechseln, da Theiss Probleme hatte. Für ihn kam Rübelmann und er war mit seiner frischen Power quasi die Initialzündung für furiose 25 Minuten. Gleich mit seiner ersten Aktion brachte er mit links eine Flanke die gerade noch geklärt werden konnte aber über Umwegen kommt der Ball zu Quent der den Ball ins lange Eck köpft. Das 1:0 in der 54. Minute. Ab der 60. Minute folgte die Shobaki Show mit einem lupenreinen Hattrick in 8 Minuten (60., 66., 68.). Da wird zurzeit selbst ein Lewandowski neidisch. Kann man auch verstehen, denn Lewandowski hat nicht solche super Mitspieler wie Reiber der mit Auge und Gefühl zum 2:0 durchsteckt oder Nguyen der den Freistoß zum 4:0 direkt auf den Kopf zirkelt. Der Trainingseffekt ist bei Shobaki nicht zu übersehen. Trotz allem durfte er zusammen mit Küstermann eine viertel Stunde vor Schluss den Platz für Kuhn und Endle verlassen.

Der frisch eingewechselte Endle war auch gleich am schönsten Angriff und Tor des Tages beteiligt. Einen Ball in die Tiefe macht er mit dem Rücken zum Tor wunderbar fest und legt ab, dann wird durchgesteckt zur Grundlinie wo Rübelmann den Ball im Vollsprint erläuft und diesen einfach nur scharf flach vor das Tor bringt. Dort läuft Jeffrey Quent ein und braucht nur noch zum 5:0 in der 78. Minute den Fuß hinhalten. Ja so einfach kann Fußball sein, mit wenig Kontakten, guten Laufwegen und konsequenten Aktionen fallen die Tore. Den viel um und bejubelten Schlusspunkt setzt in der 89. Minute Wilke mit seinem Flachschuss aus 22 Metern. Ein metallisches „Glong“ ließ ihn erst nach kurz zittern doch statt aus dem Tor trudelte der Ball zum 6:0 ins Tor. Das Hat schon was von Hollywood-Drehbuch das ausgerechnet Wilke vor seinem Auslandstrip im letzten Spiel das letzte Tor markiert und jeder aus dem Team hat sich für ihn gefreut.

Die große Freude ging nach Schlusspfiff in der Kabine weiter. Nach einer harten und intensiven Hinrunde mit einem kleinen Tief in den letzten Spielen, konnte man sich jetzt endlich über die starke Hinrunde verbunden mit der Herbstmeisterschaft freuen. Das haben sich die Spieler auch durch harte Arbeit im Training verdient und nur durch harte Arbeit wird man auch weiter diese Platzierung halten können.

Schöne und erholsame Weihnachtszeit euch allen.