D1: LSV Südwest vs. Leipziger SC 3:4 (2:0)

Was für ein nervenaufreibender Vormittag!

Die Trainer wollen unsere Spieler weiterentwickeln und fußballerisch ausbilden. Hierzu gehört auch, dass diese auf verschiedenen Positionen spielen und dort ihre individuellen Fertigkeiten verbessern sollen. Ja die Jungs, wir Eltern und vielleicht auch die Trainer befinden sich in Lernprozessen. Wenn bei allen der Einsatzwillen und die Bereitschaft zur maximalen Leistung im Sinne der Mannschaft stimmt, können auch die vorgenommenen Umstellungen keine Rechtfertigung für das Spiel der ersten Halbzeit sein. Die heutigen Umstellungen zeigten jedoch erhebliche Defizite im Spielaufbau und der Spielentwicklung auf. Die Fehler aus dem Spiel beim Spitzenreiter (Olympia) setzten sich nahtlos fort, auch wenn heute andere Spieler einen eher „gebrauchten“ Tag hatten.

Nach einer Vielzahl vergebener Einschussmöglichkeiten unserer Jungs, wurde der Ball zum Teil planlos in die Spitze gedroschen. Es war zumindest ein von beiden Mannschaften sehr laufintensiv geführtes Spiel. Eine Verbindung zwischen dem Mittelfeld und dem Sturm war quasi nicht vorhanden. Folgerichtig nutzte der 10ner der Gastgeber die ihm gebotenen Einladungen aus, um in der 14 und 20 Minute eine 2:0 Führung zu erzielen. Es war wie im falschen Film – dank einer guten Leistung von Otto war der Rückstand noch nicht uneinholbar.
Der heute sehr konzentriert aufspielende Velten konnte kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Freistoß sehenswert im Tor versenken. Die Möglichkeit, das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen blieb damit erhalten.
Nicht nur die Halbzeitansprache, sondern vor allem die Umstellungen (Ama und Henry rückten in das offensive Mittelfeld; Eliah übernahm neben Velten die zentrale Abwehrposition, in der er sich nach anfänglichen Fehlern sehr gut zu steigern wusste) zeigten Früchte.

Der sehr übersichtlich spielende Len suchte immer wieder den aus der Tiefe startenden Amadeus, welcher zu sehenswerten Abschlüssen kam und nach dem Überlaufen von zwei Gegenspielern den 2:2 Zwischenstand herstellte. Auch Henry konnte mit einer starken läuferischen Leistung im Mittelfeld sich nicht nur in den Angriff einschalten, sondern auch die bestehenden Lücken zulaufen. Das 3:2 fiel dann wie aus dem Nichts – nach einer Ecke der Gastgeber prallte der Ball wie in einem Flipper durch unseren Strafraum und schlug unhaltbar für Otto im oberen rechten Eck ein.

Die Jungs steckten nicht auf und hielten mit einer kämpferischen Leistung das Tempo hoch. Ilya und auch Noah wurden mustergültig von Len freigespielt und konnten trotzdem die Kugel nicht im Tor versenken.
Nachdem Amadeus erneut auf der rechten Außenbahn zum Abschluss kam, prallte der Ball vom Hüter und Abwehrspieler in die Zentrale, wo ihn der nachgerückte Len mit einem sehenswerten Schuss zum 3:3 versenkte. Die Jungs spielten weiter auf Sieg. Nach einer sehenswerten Kombination aus unserer Abwehr heraus, lief der Ball von der rechten Spielfeldseite über die Zentrale zu Ilya, der selbst am Hüter scheiterte und dann jedoch den einschussbereiten Amadeus zum insgesamt verdienten Endstand bediente.
Damit reichte heute gerade noch einmal eine starke Leistung in der zweiten Halbzeit zum Sieg und zur Erkenntnis, dass unsere Spieler derzeit ihr Potential noch nicht auf unterschiedlichen Positionen abrufen können.

Noch ein Wort zum Schiedsrichter und der (Miss-)“Töne“ neben dem Platz. Als guter Gastgeber und Sportler, sollte man Entscheidungen trotz aller Emotionalität hinnehmen, um dies den Jung richtig vorzuleben. Weder Spieler der gegnerischen Mannschaft oder gar der Schiri sollten daher vom Spielfeldrand „betextet“ werden, auch wenn nicht alle Entscheidungen „glücklich“ oder gar richtig erscheinen. Es gibt in unserer Spielklasse weder einen Videobeweis oder Helfer auf der Außen-/Torlinie. Der Schiri hat gepfiffen; so ist es eben im Fußball.