„Hyvä Suomi“ - LSC U10II (Finnland) wird 12. bei Mini-EM

„Hyvä Suomi“ - LSC U10II (Finnland) wird 12. bei Mini-EM

Es begann mit leichtem Nieselregen, zwischendurch schüttete es wie aus Kannen und endete - genau zum Finale mit einem mächtigen Gewitter. Willkommen bei den Wasserspielen - ähm, bei der Mini-EM - in Frankenberg!

Insgesamt nahmen 32 Mannschaften teil, aufgeteilt in acht Gruppen. Unsere LSC E2 spielte als Finnland in Gruppe A in selbst gestalteten Trikots (Dank an die Trainer und Teambetreuer für die schöne Idee, die bei den Kids super ankam). Auch unser Pavillon war mit Finnland-Fahne und Wimpelkette schön geschmückt. Nur der traditionelle Schlachtruf der Finnen „Hyvä Suomi“ wollte sich bei den Fans nicht so recht durchsetzen. Aber „Finnland, Finnland“ tat es auch.

Im Auftaktspiel ging es gegen die Slowakei/ Campus Dresden, eine spielerisch starke Mannschaft, die sich anfangs gefällig durch unser Mittelfeld und Abwehr durchkombinierte. 2x konnte Johnykännen im Tor stark halten, dann schlug es ein – per Fernschuss, was bei dem nassen Rasen sowieso ein gutes Mittel war. Doch unser Team ließ diesmal nicht die Köpfe hängen, sondern erzwang noch den Ausgleich, ebenfalls durch einen Fernschuss von Moritzikännen.

 

Im 2. Spiel wartete schon Italien, der Europameister oder eben Annaberg. Es wurde das leichteste Spiel des Turniers. Unser Team war von beginn an überlegen. Das 1:0 durch Matheokännen war Gianluca und Max schön rauskombiniert. Beim 2:0 drehte sich Maxikännen auf rechts schön um seinen doppelt so großen Gegenspieler und schoss ins lange Eck. Danach allerdings ließen sie Riesenchancen liegen und wurden dafür kurz vor Schluss noch mit einem Gegentor bestraft.

 

Mit Schottland/ Stahl Riesa folgte nun der schwerste Gegner, der seine beiden Spiele souverän mit 7:0 und 2:0 gewonnen hatte. Doch unsere Finnen ließen sich nicht beeindrucken und machten ihr bestes Spiel. Im Neuen 2-2-1-System und mit gutem Pressing und schönen Kombinationen. Luizikännen traf nach Pass von Felixikännen zum 1:0 und hatte noch eine weitere Großchance. Hinten räumte Moritz und John im Tor alles ab. Doch fast mit dem Schlusspfiff fiel doch noch der Ausgleich – mal wieder per Fernschuss. Schade. Aber die 5 Punkte reichten für Platz 2 und das „große“ Achtelfinale.

 

Dort bekamen wir es allerdings mit einem Großkaliber zu tun. Die D1 von Rotation Leipzig/ Polen, die später auch im Finale stand. Trotzdem hielt unser Team lange gut mit. Eine verunglückte Abwehraktion führte aber zum 0:1, gleich gefolgt von einer fiesen Ecke, die sich über unserem Torwart ins Tor senkte. Dieser Doppelschlag war zu viel, nun brachen alle Dämme und die Partie endete deutlich 0:5.

 

Doch die Jungs sprachen sich aus und kamen zurück. Im „kleinen“ Viertelfinale spielten sie gegen Taucha/Ungarn und damit wieder gegen eine U11. Auch hier lagen sie unglücklich durch einen Fernschuss zurück, aber machten dann richtig Druck und belohnten sich mit dem 1:1 durch Matheo. Im 9-Meter-Schießen behielten dann Finn und Gianluca die nerven und verwandelten, während die Gegner zweimal daneben schossen.

Danach war aber irgendwie die Luft raus. Gegen keineswegs übermächtige Waliser aus Leipzig/Süd (U11) schleppte sich unser Team bei - mal wieder - strömendem Regen über den Platz, hatte das Spiel aber trotzdem unter Kontrolle ohne vorne gefährlich zu werden. Aus heiterem Himmel (guter Witz) fingen sie sich dann durch einen Abwehrfehler das 0:1 und noch bevor die Trainer mit Felix, Gianluca und Luiz frische Kräfte einwechselten, das 0:2. Das war’s.

 

Mit demselben Resultat endete auch das Spiel um Platz 11 gegen Tschechien/ Textima. Auch hier war unser Team mindestens gleichstark, hatte aber Pech im Abschluss (Felix nach Einzelaktion an den Pfosten).

 

Alles in allem ist aber Platz 12 unter 32 Mannschaften, darunter eben auch viele mit älteren Jungs, ein toller Erfolg. Und angesichts der dramatischen Umstände sind unsere kleinen Finnen sowieso alle Helden.

 

Sieger des Turniers und damit Mini-Europameister wurde die D 1 unseres LSC als Österreich. Dank einer stabilen Abwehr (nur 2 Gegentore im gesamten Turnier) und 2x Glück im 9-Meter-Schießen. Darunter das abschließende im Finale bei strömendem Regen mit 7:6 nach 2:2-Endstand.