Vermeidbar. Unnötig. Ärgerlich E1 verliert Pokalspiel gegen E2

Vermeidbar. Unnötig. Ärgerlich

Vermeidbar. Unnötig. Ärgerlich. Sucht es euch aus, welches Wort diese Niederlage am besten beschreibt! Es passen alle. Eine Woche nach der erfolgreichen Generalprobe 7:5 (die der Reporter nur vom Hörensagen kennt) verliert unsere E 1 das Pokal-Derby gegen die E 2.

 

Dabei sah es anfangs gar nicht danach aus. Unser Team beginnt mit John im Tor, Maxim und Finn in der Abwehr, Abrar im Mittelfeld und Matheo und Luiz im Sturm. (Gianluca und Felix versuchen draußen, sich warmzuhalten). Der Gegner wirkt fahrig, vielleicht auch noch verunsichert von der Niederlage letzte Woche und das nutzen wir aus. Immer wieder werden im Mittelfeld (ganz stark Abrar) die Bälle erobert und steil in die Spitze gespielt. So fällt auch das 1:0 durch Matheo. Zwei weitere ähnliche Chancen folgen. Einmal zielt Luiz am Tor vorbei, das andere Mal hält Aiden Matheos halbhohen Schuss. Nach einer Ecke von Finn kommt Luiz gleich 2x frei zum Schuss. Wieder nichts. Dann spielt Finn einen schönen Steilpass auf Abrar, der zu lange zögert und hängen bleibt. Schließlich hat noch Matheo nach Ecke von Finn eine Chance, schießt aber drüber. Es ist zum Haare raufen und kommt wie es kommen musste. Der erste Konter der E 2 führt zum 1:1. Und mit einem Mal ist alles weg. Unser Team wird immer unsicherer. Beim einem weiteren Konter kann John mit einer Fußparade noch gut halten, doch der nächste Angriff sitzt. 1:2. Beim 1:3 spielt John dem Gegner den Ball in die Füße, aber auch weil er kaum noch Anspielstationen findet. Die Köpfe hängen runter. Die Trainer reagieren und bringen die durchgefrorenen Gianluca und Felix für Matheo und Luiz. Doch beide haben kaum Bindung zum auch nicht mehr vorhandenen Spiel unserer Mannschaft. Kurz vor der Halbzeit noch das überraschende 2:3. Ein Eigentor des Gegners nach Ecke von Finn.

 

In der Pause ist Alex „in Hochform“, staucht die Jungs zusammen und lobt ausdrücklich Abrar, der als einziger Biss zeige. Doch wirklich hilfreich ist das nicht. Die 2. Halbzeit ist eine einzige Katastrophe. Wir beginnen wieder mit der Startformation, aber diesmal ist kein Team auf dem Platz. Jeder spielt irgendwie für sich. Trotzdem ergeben sich auch nach dem 2:4 noch einige Großchancen. Einmal schießt Luiz ans Außennetz, beim zweiten Mal legt er sich den Ball zu weit vor (jeweils nach Pass von Matheo). Da sind die anderen einfach effektiver und jetzt auch besser. Das 2:5 fällt nach einem schönen Konter. Bei einer Ecke hält John stark. Nun kommen wieder Gianluca und Felix, aber die Stimmung in der Mannschaft ist schon am Boden. Jeder spielt nur noch für sich. Besonders Abrar versucht nun, motiviert durch das Halbzeitlob, vieles allein zu machen und schimpft mit den Mitspielern. Was es auch nicht besser macht. Beim 2:6 nach einer Ecke stimmt die Zuordnung nicht. Unsere letzte Chance ist dann symptomatisch für das ganze Spiel. Nach einer Ecke gibt es ein Riesenkuddelmuddel vor dem gegnerischen Tor, aber wir schaffen es auch mit dem xten Nachschuss nicht, den Ball über die Linie zu drücken. Dafür schießt die E2 mit dem schönsten Angriff das 2:7 und schenkt uns – aus Mitleid? - noch ein Eigentor zum 3:7.

 

Fazit: Heute haben wir uns selbst geschlagen. Was vor allem fehlte, waren Teamspirit, Biss und Selbstvertrauen (so wie gegen RB). Dann wäre die nächste Pokalrunde durchaus drin gewesen. Statt dessen muss der Reporter über die 10. Niederlage im 11. Saisonspiel berichten und nimmt es langsam persönlich.

U 11 liefert RB (U10) großen Kampf

U 11 liefert RB (U10) großen Kampf

Lag’s am Flutlicht? Am namhaften Gegner? Am drohenden Lockdown?  In ihrem wohl letzten Spiel des Jahres hauen unsere Jungs ihre beste Leistung raus.

 

Von Anfang an waren die Jungs voll da, hielten gut ihre Positionen und waren nah dran an den Gegenspielern. Besonders stark unser Defensivdreieck mit Finn und Luiz in der Abwehr und Abrar im Mittelfeld, die anfangs kaum was zuließen (o.k. bis auf das 0:1). Gerade Luiz hatte diesmal sichtlich Lust, eroberte viele Bälle und hatte Zug zum Tor. So schnürten wir RB zeitweise richtig ein und erarbeiteten uns erste Chancen. Fernschuss von Abrar an die Unterkante der Latte, noch zwei Schüsse von Abrar, die geblockt wurden. RB konterte, doch John parierte stark im eins gegen eins. Das 0:2 und das 0:3 fielen ebenfalls nach Kontern. Also an der berühmten Restverteidigung - besonders nach eigener Ecke - müssen wir noch arbeiten. Doch unsere Jungs spielten völlig unbeeindruckt weiter. Gianluca mit zwei Großchancen nach Pässen von Abrar (eine gehalten, eine daneben). Beim dritten Versuch hatte er endlich (im Nachschuss) sein Tor. Das 1:4 war ein verdeckter Schuss aus dem Hinterhalt, den John zu spät gesehen hatte. Aber egal. Zur Pause waren die Trainer hochzufrieden. Micha sah ein „geiles Spiel“ (O-Ton) und auch Alex hatte nichts zu meckern. Wunder geschehen!

 

Und die 2. Halbzeit begann noch furioser. Sofort nach Anpfiff Balleroberung, Maxim mit straffem Schuss, den der Torwart noch zur Seite lenkte. Der Verteidiger versucht vor Nuno zu klären und lenkt den Ball ins eigene Tor. Kurz darauf toller Fernschuss von unserem starken Abwehrchef Finn, aber leider gehalten. RB mit Riesen-Konterchance, aber John mit einer prächtigen Manuel-Neuer-Fußabwehr. (Lernt man so was in der Torwart-Schule?) Auch vorm 2:5 parierte John erst stark, aber gegen den Nachschuss war er machtlos. Das 2:6 in die kurze Ecke kann mal passieren.

Doch unser Team steckte den Doppelschlag gut weg: Nuno zielt mit links knapp am langen Pfosten vorbei und rutscht wenig später an einem Abpraller vorbei (nach Maxims Schuss). RB mit einem eigentlich harmlosen Schuss zum 2:7 ins kurze Eck. Das war ärgerlich. Wird es nun doch wieder eine Klatsche?

 

Die Trainer wechselten noch mal, brachten Gianluca und Matheo in der Abwehr und Felix und Lorenz im Sturm. Und die drehten auf. Felix mit drei eigentlich tödlichen Pässen, aber Lorenz war heute eher in friedlicher Absicht unterwegs und verpasste so seinen ersten Hattrick (obwohl auch diesmal kein Vater zugeschaut hat). Beim nächsten Mal machte es Felix selbst. Erst eroberte er den Ball im Mittelfeld und blieb dann vorm Tor ganz cool. Aber auch RB hatte noch Lust aufs Toreschießen. Langer Ball, kurzes Zögern von John beim Rauskommen, 3:8. Kurz darauf 3:9. Wird’s wieder zweistellig? Nein. Denn unsere Jungs gaben sich nicht auf. Einwurf von Matheo auf Abrar und der belohnt sich für seine starke Leistung mit einem Heber zum 4:8. Nun wird’s etwas merkwürdig: Felix wohl zum 5:9. Haben zumindest alle so gesehen – bis auf den Reporter, den Torschützen und leider auch den Schiri. Aber wer hätte das gedacht, dass wir in dieser Liga mal beim Tore- und Chancenzählen unserer Mannschaft den Überblick verlieren? So blieb Felix wenigstens noch ein Assist zum letzten Tor von Nuno.

Endstand also 5:9 – doch das Spiel hat richtig Spaß gemacht. Den Jungs, den Trainern und auch den Zuschauern draußen vorm Zaun (sofern sie was im Gegenlicht erkennen konnten). Auf dieser Leistung lässt sich in den nächsten Spielen aufbauen, wann immer diese stattfinden.

U 11 gegen Olympia mit Traumtoren (und einer Niederlage)

U 11 gegen Olympia mit Traumtoren (und einer Niederlage)

Ja, auch dieses Spiel ging klar verloren. Aber, so blöd es bei 2:13 klingt, es war nicht alles schlecht.

Unser Team begann wieder im 2-1-2-System (mit John im Tor, Finn und Abrar in der Abwehr, Matheo im Mittelfeld, Felix und Lorenz im Angriff). Und wir waren diesmal sofort drin im Spiel. Die Jungs gingen früh drauf und ließen sich auch nicht durch das frühe 0:1 entmutigen. Matheo hatte die erste Chance und traf bei seinem Fernschuss die Latte. Auch John war hellwach, zeigte gute Paraden und stürzte sich mutig den Angreifern entgegen. Leider verletzte er sich bei einer solchen Aktion am Knie. Für ihn kam Nuno ins Tor. Kurz darauf fiel das 0:2. Doch auch da ließen unsere Jungs noch nicht die Köpfe hängen. Nuno mit 2 Paraden, Finn (nach Ecke von Felix) mit einer Riesenchance und Lorenz nach Pass von Felix - vorbeigerutscht. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich aber wieder die Fehler, die Olympia leider bestrafte. Abrar verlor seinen Gegenspieler kurz aus den Augen – 0:3. Unsaubere Ballannahme von Finn nach Pass von Nuno - 0:4. Die Trainer wechselten, brachten Gianluca für Felix und Luiz für Matheo, aber es wurde nicht besser. 0:5, die Köpfe gingen runter, 0:6 nach einer Ecke. Besonders bitter das 0:7... Nach eigener Ecke und Konter. Immerhin, nach dem 0:8 sendete unsere Jungs noch ein Lebenszeichen, als sie nach Balleroberung im 3 gegen 1 aufs Tor zuliefen. Doch der gefühlt 2 Meter große Tormann von Olympia fuhr seine „Krakenarme“ aus und parierte Lorenz‘ Schuss. Und auch den Nachschuss.

 

Doch die Aktion hatte offenbar Mut gemacht. Hochmotiviert kamen unsere Jungs aus der Pause. Matheo eroberte im Mittelfeld den Ball, steckte durch auf Gianluca, der wiederum perfekt Felix in den Lauf spielte. Der zog- bedrängt von zwei Abwehrspielern - Richtung Tor und schoss ins lange Eck. 1:8. Danach tolle Parade von John, der sich in der Pause zum Glück wieder fit gemeldet hatte. Das Spiel wogte nun hin und her. Ein dummer Abwehrfehler führte zum 1:9. Finn scheiterte mit einem Fernschuss am Torwart und Gianluca rutschte knapp an einer etwas zu scharfen Hereingabe von Felix vorbei. Olympia dagegen wieder eiskalt zum 1:10. Also doch wieder zweistellig. Dafür glückte uns das Tor des Tages. Freistoß von Finn (in Höhe der Mittellinie) auf Luiz. Der leitete mit der Hacke direkt weiter auf Lorenz, der cool zum 2:12 in die lange Ecke einschob.

 

Fazit: Olympia war besser, doch phasenweise waren unsere Jungs durchaus auf Augenhöhe. Da hielten sie ihre Positionen, attackierten den Gegner nicht nur alibimäßig, sondern mit der nötigen Aggressivität und kombinierten schnell nach vorne. So könnte es eines Tages was werden. Wenn diese Phasen doch nur etwas länger dauern würden…

 

PS: Extralob an John: Bestes Spiel und das trotz Verletzung! Und auch Lorenz mit ansteigender Form. Ohne Seitenblicke zum Vater. Ging ja nicht. Wegen Ausschluss der Zuschauer. Corona hat auch sein Gutes.

7. Spieltag RKOL: LSC gewinnt bei Eintracht Leipzig-Süd... (… 2. Halbzeit)

7. Spieltag RKOL: LSC gewinnt bei Eintracht Leipzig-Süd... (… 2. Halbzeit)

Na also, es geht doch. Wir können in dieser Liga mithalten.

Wir, das sind diesmal: John im Tor; Mattheo, Maxim, Emil, Abrar und Daniel (E2) in der Abwehr und Joel, Felix, Finn und Leo (E2) im Mittelfeld/Sturm, aufgestellt im 2-1-2-System. Und unser Team war sofort drin im Spiel, zwang den Gegner im Spielaufbau zu Fehlern. Leo hatte nach Pass von Maxim gleich die erste gute Chance. Daraufhin versuchte es der Torwart mit weiten Abschlägen, die aber John schon ahnte und deshalb rechtzeitig rauslief und klärte. Überhaupt war John richtig gut im Spiel, zeigte einige gute Abschläge und auch tolle Paraden. Gut, 2x kam die Eintracht durch. Aber egal. Unsere Jungs hatten die passenden Antworten. Felix, nach eigenerer Balleroberung, verzog noch knapp. Kurz darauf traf Mattheo mit trockenem Schuss zum 1:2. Und schon kam die nächste Chance. Abrar eroberte in der Abwehr den Ball, befreite sich geschickt aus dem Pressing und schickte Leo steil. Doch statt quer auf den freien Joel abzulegen, machte er lieber noch einen Haken und blieb hängen. Dafür nutzte er gleich darauf einen Fehlpass des Gegners im Strafraum zum 2:2. Und es kam noch besser. Wieder wurde dem Gegner im Mittelfeld der Ball abgejagt und Finn zog ab. Innenpfosten, Tor. 3:2! SIEG. Und das durchaus verdient.

Leider gab’s noch die Halbzeit davor. Die endete 1:7, aber die zählt eigentlich nicht, weil da unser Team nicht wirklich auf dem Platz war. Obwohl, wenn Leo beim Stand von 0:0 die Riesenchance reingemacht hätte, wer weiß. So aber kam das 0:1. Ein weiter Abschlag reichte, John zögerte mit dem Rauskommen und wurde dann unglücklich geschürzt. Das reichte und schon ging nichts mehr. Es folgten katastrophale Fehler im Spielaufbau und Ballverluste im Mittelfeld, die leider auch gleich zu Toren führten. Selbst den Ehrentreffer machte der Gegner.

Und was machen wir nun mit diesem Spiel? Im Prinzip war Eintracht Leipzig-Süd nicht unschlagbar. Lag’s also an uns, dass die Anfangsphase so verschlafen wurde? Oder ließ es der Gegner in der 2. Halbzeit nur ruhiger angehen? (Ihr treffsicherer Fernschütze blieb gleich ganz draußen). Fakt ist, unsere Jungs können schon noch kicken. Sie sind aber nach all den deftigen Niederlagen so verunsichert, dass sie beim ersten Gegentor zusammenbrechen und erst wenn alles entschieden ist, wieder befreit aufspielen.

6. Spieltag RKOL - U11 rennt weiter hinterher

6. Spieltag RKOL - U11 rennt weiter hinterher

Manchmal kommt es nicht anders als man denkt. Dafür war diese Partie ein gutes Beispiel. Die Ausgangslage war eindeutig. Auf der einen Seite der Tabellenletzte, also wir, mit 0 Punkten und 61 Gegentoren. Und auf der anderen Seite Lok Döbeln, der Erste mit maximaler Punktzahl und 52 geschossenen Toren. Eigentlich hätten wir die Punkte auch gleich nach Döbeln schicken und einen teambildenden Herbstspaziergang durchs Küchenholz machen können.

 

Apropos Spaziergang. So ähnlich begann auch unser Team (diesmal verstärkt durch Jaro im Tor und Daniel im Mittelfeld) diese Partie. Der Respekt war offensichtlich. Der Gegner hatte zu viel Platz, kombinierte sich aber teilweise auch schön nach vorn. Schon nach 2 Minuten stand es 0:3. Dann sorgte Joel für einen Hallo-Wach-Effekt, als er sich auf rechts gut durchsetzte und einfach mal aufs Tor schoss. Der Torwart lenkte den Ball noch unter die Latte. Drin oder nicht drin? Felix drosch den Ball sicherheitshalber noch ins Netz. Nun war unser Team da, kämpfte und presste, wurde dann aber jäh ausgebremst. Bei einem Flankenlauf von Döbeln war der Ball klar im Aus, doch der Schiri ließ weiterlaufen und Lok nutzte die Verwirrung zum 1:4 und kurz darauf zum 1:5. Dann traf Mattheo nach schöner Ecke von Felix und Ablage von Luiz zum 2:5 und gab den LSC-Fans wieder etwas Hoffnung. Die währte jedoch nicht lang. Ein Querschläger in der Abwehr und es stand 2:6. Dann 2:7 und nach einer Ecke 2:8. Zwischendurch hatte Luiz noch eine gute Chance, als er frei zum Schuss kam aber deutlich drüber schosss. Halbzeit

 

Die 2. Halbzeit ist schnell erzählt. Die Gegentore fielen eigentlich immer nach demselben Muster. Entweder Balleroberung im Mittelfeld (manchmal schon in unserer Abwehr) und Steilpass. Oder weiter Abschlag des Torwarts und der gegnerische Stürmer rannte frei auf unser Tor zu. Ohne Jaro im Tor, der einige schöne Paraden zeigte, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen. Umgekehrt haben wir unsere wenigen Angriffe oft nicht sauber zu Ende gespielt. Da wurde manchmal zu lange durchs Mittelfeld gedribbelt, während rechts und links zwei Mitspieler frei waren. In einer besonders aussichtsreichen Situation, als wir zu dritt aufs Tor zuliefen, wurde Max von hinten gefoult und der Angriff so gestoppt. Doch daran hat’s nicht gelegen. Insgesamt war Döbeln schlicht und einfach mindestens eine Klasse besser. Mit 2:15 war es die erwartete Klatsche. Wieder mal.

 

Aber seid nicht traurig Jungs! Auch diese Saison in dieser nicht für euch gemachten Liga geht irgendwann mal zu Ende, (… vielleicht wird sie ja auch wieder abgebrochen…). Und jetzt erst mal schöne Herbstferien!

5. Spieltag unserer U11 gegen FC Grimma

5. Spieltag unserer U11 gegen FC Grimma

Wenn schon der Schiedsrichter zu unseren Jungs sagt, dass sie hätten gewinnen müssen, dann sagt das doch alles. In diesem Spiel war (Achtung, jetzt kommt ein Running Gag!) – mehr drin. Bei schönstem Herbstwetter, auf nagelneuem Kunstrasen und mit Blick auf malerisch verfallene Russenkasernen war die Zeit eigentlich reif für den ersten Oberliga-Sieg, zumal Grimma bisher auch nur einmal knapp gewann. Unser Team - bestehend aus Mattheo (Tor), John, Max (beide Abwehr), Finn, Gianluca, Felix (Mittelfeld+Sturm) und verstärkt durch die E 2-Spieler Lean (Abwehr), Leo und Piet (Sturm) - begann in einem 2-1-2-System und dem schon obligatorischen Fehler im Spielaufbau. Grimma nahm das Geschenk dankend an zum 0:1. Eine direkt verwandelte Ecke von Finn brachte uns zurück ins Spiel, doch auch der Gegner konnte Standards und traf per Freistoß zur erneuten Führung. Danach parierte Mattheo großartig bei einem Konter, war aber kurz darauf chancenlos als Max seinen Fehler vom 0:1 wiederholte. Es folgte die beste Phase in unserem Spiel. Pass von Felix auf Finn, Foul an Finn und 9-Meter, den Gianluca leider übers Tor schoss. Dann das 2:3 durch Leo und das 3:3 durch Lean nach einer Ecke. Nun waren wir am Drücker. Gianluca mit schönem Dribbling und Abschluss. Der gegnerische Torwart konnte nur nach vorn abklatschen, doch Leo schoss aus 5 Metern übers leere Tor. Dafür klingelte es in unserem Kasten nach einem Fernschuss zum 3:4. Pause. Einmal durchschnaufen. „Hier geht heute was“, dachten die Fans.

 

Doch nach Wiederanpfiff wirkte unser Spiel zunächst etwas konfus. Grimma hatte die ersten Chancen, meist durch Fernschüsse oder nach Ecken aus dem Gewühl heraus. Einen Latten-Abpraller nutzten sie zum 3:5, nachdem kurz davor Leo eine Riesenchance zum Ausgleich vergeben hatte. Dann traf Piet nach Pass von Leo nur das Lattenkreuz und auf der anderen Seite unterlief Lean eine Ecke und sein Gegenspieler köpfte zum 3:6 ein. Doch unsere Jungs gaben nicht auf. Felix mit Traumpass auf Finn, der allein aufs Tor zulief und sich unglücklicherweise fürs Lupfen entschied. Abgewehrt. Dann das 3:7 und auf der Gegenseite rutschte Felix am langen Pfosten an Piets Pass vorbei. Dafür traf Gianluca nach Flanke von Leo zum 4:7. Schließlich vergab Finn - zum Ärger seines Vaters - noch zwei Freistoß-Geschenke des Schiris. Dann war Schluss und der Ärger unter den LSC-Fans und Spielern groß.

 

Fazit: Gegen diesen Gegner wäre mindestens ein Remis verdient gewesen. Aber noch mehr als sonst haben wir uns diesmal selbst geschlagen, durch Fehler im Spielaufbau und den Chancenwucher. Die 3 Jungs aus der E 2 hauten sich ordentlich rein, aber in einigen Szenen merkte man die fehlende Abstimmung mit unseren Jungs, was Laufwege und Zusammenspiel angeht. Leo machte ordentlich Dampf im Mittelfeld und hatte viel Zug zum Tor, übersah aber manchmal freistehende Mitspieler. Und Piet und Lean hatten vor der Pause ihre stärksten Phasen, wirkten aber gegen Ende des Spiels etwas platt. Was uns nach wie vor fehlt, ist ein zentraler Mittelfeldspieler mit Ruhe und Übersicht (Moritz, was willst du in Taucha?) und natürlich eine gewisse Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. So bleiben wir erst einmal Tabellen-Schlusslicht mit 0 Punkten und nun 10:61 Toren. Sind damit aber, wie Felix beim Mittagessen sagte, wenigstens keine graue Maus! Wenn das kein Trost ist….

U11 zieht in nächste Pokalrunde ein

U11 zieht in nächste Pokalrunde ein

Dieses Spiel kam genau zur rechten Zeit. Endlich mal ein Gegner, der Angst vor unseren Jungs hatte: „Die spielen Regionalkreisoberliga. Da haben wir eh keine Chance“ – hörte man die Nordwest-Kicker beim Aufwärmen reden. Ach, wenn die wüssten?! Der gegnerische Trainer griff jedenfalls tief in die Trickkiste und stellte ein ungewöhnlich kurzes Feld, damit es ihr Torwart mit einem weiten Abschlag überbrücken konnte. (Das sollte ihr Standard-Spielzug werden).

 

Unser Team begann diesmal mit Luiz im Tor und einem 2-1-2-System. Mit Max und Maxim in der Abwehr, Finn im Mittelfeld und Gianluca und Felix im Sturm. Wie zu erwarten ergaben sich Chancen in Hülle und Fülle. Schon kurz nach Anpfiff traf Felix an den Pfosten. Dann machte Finn das 1:0 und Gianluca nach Pass von Felix das 2:0. Doch noch gab sich Nordwest nicht geschlagen. Einen geschenkten Elfmeter konnte Luiz noch parieren, aber nach einem Einwurf ließ sich unsere Abwehr auf links überrumpeln und es stand nur noch 2:1.  Nun kam Lolo für Gianluca und legte Finn das 3:1 und Felix, der zuvor noch vom gegnerischen 7er gelbwürdig gefoult worden war, das 4:1 auf.

 

Während der Nordwest-Trainer in der Pause seine Mannschaft lautstark zusammenstauchte, wechselten Micha und Sven munter durch. Nun kamen Joel, Joost, Emil und Lorenz zum Einsatz. Lolo ging ins Tor und Luiz ins Mittelfeld, wo er sich gleich unnachahmlich festdribbelte und den Gegner zum 4:2 einlud. Dafür versenkte er kurz darauf einen Freistoß traumhaft zum 5:2 in den Winkel. Alles klar? Von wegen. Plötzlich stand es 5:3, musste Lolo 1x stark parieren und Emil ein ums andere Mal in höchster Not dazwischen hauen. In dieser Phase war kein Klassenunterschied erkennbar.

 

Doch dann schwanden – trotz kurzem Feld - die Kräfte beim Gegner und die Unkonzentriertheiten nahmen zu. Joost traf nach Fehlpass zum 6:3 und erhöhte mit trockenem Schuss zum 7:3. Anschließend trafen noch Luiz, und einige andere (leider nicht aufgepasst :-)), und die nochmals eingewechselten Maxim und Finn zum schlussendlich standesgemäßen 11:3.

 

Herzlichen Glückwunsch zum Einzug in die nächste Pokalrunde. Aber spielerisch und - bei einigen - auch läuferisch, war noch viel Luft nach oben. Das muss am Sonntag in Grimma besser werden. Denn dann ist das Feld wieder größer und der Gegner wird ganz sicher keine Angst vor uns haben.

Wann kommt die Wende? U11 verliert erneut

Wann kommt die Wende? U11 verliert erneut

Wo bleibt die Wende? Erreichen die Trainer die Mannschaft noch? Oder ist die Regionalkreisoberliga für unsere Jungs einfach eine Nummer zu groß? Das fragten sich die Fans schon nach den ersten drei Saisonspielen. Verständlich, bei 0 Punkten und einem Torverhältnis von 4:43. Doch im Training unter der Woche wirkten die Jungs engagiert, motivierten sich gegenseitig und wussten auch spielerisch zu gefallen.

 

Am Spieltag selbst griffen die Trainer in die psychologische Trickkiste und spielten Lieblingssongs der Spieler. Doch lag es an der Auswahl der Lieder, am milden Wetter oder am Tag der Einheit – jedenfalls wurde die Anfangsphase mal wieder verschlafen. Unser Team begann wieder in einem 1-3-1-System mit Max als Libero, Felix, Abrar und Luiz im Mittelfeld und Finn im Sturm. Gianluca und Joel waren zunächst auf der Bank. Nach erstem Abtasten erhöhte Borna den Druck und ließ unsere Jungs kaum über die Mittellinie kommen. Ein Fehler im Spielaufbau führte zum 0:1, gefolgt von einem weiteren Fehlpass zum 0:2. Dann hatten wir unsere erste Chance. Felix war auf links durchgestartet und hatte nach innen geflankt, wo aber kein Mitspieler mitgelaufen war.  Statt dessen erhöhte Borna auf 5:0, um es dann etwas ruhiger angehen zu lassen. Nun durften wir mal. Joel, inzwischen im Sturm, hatte zwei Riesenchancen, scheiterte einmal am Torwart (wo er auch hätte querlegen können) und schoss einmal drüber. Felix zog nach Solo knapp am Tor vorbei und reagierte bei einem Abstauber zu spät. Dafür fiel ihm nach einer Ecke von Finn der Ball vor die Füße und machte so das 1:5. Doch postwendend fiel das 1:6. Durch einen Schuss aus spitzem Winkel in die kurze Ecke. So ging‘s in die Pause.

 

In der 2. Halbzeit war unser Team besser. Gianluca warf sich im Mittelfeld in die Zweikämpfe und wurde dabei auch mal in den Rücken geboxt. Hinten haute sich Max rein (inclusive Tränen nach einem Tritt in die Wade). Und auf links rannte Felix unermüdlich die Außenbahn auf und ab. Es fehlte ein bisschen Matchglück, Präzision im Abschluss und vor allem eine Konterabsicherung. Oft sah sich Max alleine drei anlaufenden Bornaern gegenüber. Das 1:7 fiel nach einem solchen Konter. Anschließend gab es Chancen auf beiden Seiten. Joel und Felix trafen jeweils den Pfosten, Borna die Latte. Und wieder war es ein Konter - nach Ecke von uns! – zum 1:8. Dann verteilten Luiz und John noch zwei Geschenke, bevor Finn nach Pass von Felix das 2:10 machte. Am Ende hieß es 2:11 und die Fans stellen sich immer noch die selben Fragen wie vor dem Spiel.

 

Keine Frage, die Bornaer haben verdient gewonnen. Sie waren körperlich präsenter, schneller und haben auch besser kombiniert. Aber sie waren keine 9 Tore besser. Es hätte auch ein 5:7 oder 5:8 sein können. Und hier wiederholen wir uns leider. Denn auch gegen die Kickers Markkleeberg und gegen Rotation hat sich unser Team unter Wert geschlagen. Das muss sich ändern. Die Zeit der Ausreden („schwierige Saisonvorbereitung“, „starke Gegner“) ist vorbei.  Jetzt zählen nur noch Siege. Am besten schon am Mittwoch im Pokal gegen Nordwest und am Sonntag in Grimma. Sonst wird’s ein ungemütlicher Herbst im beschaulichen Schleußig.